{"id":195,"date":"2023-08-08T17:39:41","date_gmt":"2023-08-08T16:39:41","guid":{"rendered":"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/?page_id=195"},"modified":"2023-08-08T17:43:24","modified_gmt":"2023-08-08T16:43:24","slug":"das-menschenbild-der-verhaltenstherapie-lenz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/index.php\/das-menschenbild-der-verhaltenstherapie-lenz\/","title":{"rendered":"Das Menschenbild der Verhaltenstherapie (Lenz)"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Gerhard Lenz<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>med@praxis-lenz.at<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Menschenbild in der Psychotherapie kann man Annahmen \u00fcber den Menschen verstehen, welche Grundlagen f\u00fcr psychotherapeutische Theorien und psychotherapeutisches Handeln liefern. Die verschiedenen Psychotherapierichtungen orientieren sich an unterschiedlichen Menschenbildern, wobei jeweils unterschiedliche Aspekte der Wirklichkeit unter anderem im Spannungsfeld Innenwelt versus Au\u00dfenwelt und Natur versus Kultur beleuchtet werden. &nbsp;Diese oft divergierenden Sichtweisen dienen aber dem gemeinsamen Anliegen um die erfolgreiche Ver\u00e4nderung von PatientInnen im Therapieprozess (allgemeine \u00dcbersicht bei Kriz 2015).<\/p>\n\n\n\n<p>Wampold (2001) stellt in seiner gro\u00dfen Psychotherapie-Debatte dem medizinischen Metamodell das kontextuelle Metamodell gegen\u00fcber. Im medizinischen Modell geht es in der Extremform nach der Ursachenforschung von Problemen oder St\u00f6rungen zur Empfehlung spezifischer Ver\u00e4nderungsstrategien, die analog einem Medikament verabreicht werden (z.B. im Rahmen der Befolgung von&nbsp; Therapiemanualen, wobei die Person des Therapeuten\/der Therapeutin bei \u00fcberpr\u00fcfter Kompetenz bzw Manualtreue auswechselbar erscheint). Dagegen gehen die Hypothesen des kontextuellen Modells von drei Wirkmechanismen der Ver\u00e4nderung aus: Echte Beziehung, Erwartung und Behandlungsdurchf\u00fchrung. Das kontextuelle Modell postuliert, dass die echte Beziehung therapeutisch sein kann. Erwartungshaltungen wirken auch in der Psychotherapie auf vielf\u00e4ltige Weise (Psychotherapie beginnen, Bedeutung der Vermittlung von Hoffnung in den ersten Therapiesitzungen, schulenspezifische Erkl\u00e4rungssysteme f\u00fcr St\u00f6rungen,\u2026.). In der Behandlungsdurchf\u00fchrung werden im kontextuellen Metamodell nicht bestimmte Defizite vorausgesetzt, die durch bestimmte Strategien geheilt werden, sondern dass die spezifischen Bestandteile aller Therapien den Patienten veranlassen, etwas allgemein Heilsames zu tun (z.B. vermehrte k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t, mehr soziale Interaktionen, Ver\u00e4nderung von Kognitionen, Reduktion von Vermeidungsverhalten,\u2026..).<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Das Menschenbild der Verhaltenstherapie<\/u><\/strong> beruht auf den Erkenntnissen der Natur-und Sozialwissenschaften wie Psychologie, Biologie, Medizin, Soziologie und schlie\u00dft vor allem die Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie, der Neurobiologie und der Psychiatrie \u00fcber Gesundheit und Krankheit und die Bedeutung von Beziehungen f\u00fcr die gesunde und krankhafte Entwicklung ein.<a> \u00dcbersichten finden sich bei Egger 2015, Parfy &amp; Lenz 2018 , Parfy et al 2016, Petzold 2015 und Wagner 2021.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcngliche einfache Modelle basierten vor allem auf den Lerntheorien (Ausl\u00f6ser und Konsequenzen von beobachtbarem Verhalten) mit Konsequenzen f\u00fcr die Behandlung von Angstst\u00f6rungen (klassische und operante Lerntheorie). In der weiteren Folge wurden anhand der Depressionsbehandlung dysfunktionale Denkmuster beschrieben und kognitive Theorien entwickelt (kognitive Wende). In der Weiterentwicklung vor allem der Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen mit der Schematherapie wird die Therapiebeziehung als therapeutisches Agens und die nicht bewussten Anteile bei fr\u00fchen maladaptiven Schemata und bei den Modi besonders betont. W\u00e4hrend Emotionen urspr\u00fcnglich nur als Bewertung von physiologischen Erregungen angesehen wurden, wurde mit der emotionalen Wende die Wichtigkeit und Eigenst\u00e4ndigkeit vom Emotionen beschrieben. Verhalten im Sinne der modernen Verhaltenstherapie hei\u00dft also immer das Zusammenspiel von k\u00f6rperlicher Symptomatik, Gedanken, Gef\u00fchlen und beobachtbarem Verhalten und das in Beziehung zur Umwelt bzw Beziehung zu Anderen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Wichtige neurobiologische Grundlagen f\u00fcr unsere physische und psychische Entwicklung. <\/u><\/strong>Die Neurowissenschaften gehen davon aus, dass die Entwicklung der Psyche und Pers\u00f6nlichkeit aufs Engste mit der Entwicklung des Gehirns zusammenh\u00e4ngt. &nbsp;Dieser Prozess wird von verschiedenen Faktoren bestimmt, n\u00e4mlich von den Genen und epigenetischen Regulationsmechanismen, von vorgeburtlichen Einfl\u00fcssen des Gehirns und des K\u00f6rpers der Mutter auf das Gehirn des F\u00f6tus , von nachgeburtlichen Erfahrungen und schlie\u00dflich von weiteren Sozialisationsprozessen und individuellen Erfahrungen. F\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des Gehirns ist das Wissen \u00fcber die Erregungs- und Informationsverarbeitung zwischen den Nervenzellen (Kommunikation \u00fcber elektrische Impulse und \u00fcber chemische Botenstoffe) von grundlegender Wichtigkeit. Chemische Botenstoffe wie GABA, Glycin, Glutamat, Serotonin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin, sowie Neurohormone wie Oxytocin und Cortisol und die sogenannten hirneigenen Drogen wie Opioide und Cannabinoide bestimmen unser psychisches Geschehen. Roth (2021) unterscheidet folgende psychoneurale Grundsysteme, die sich in Interaktion zwischen Anlage und Umwelteinfl\u00fcssen entwickeln: Stressverarbeitung, Selbstberuhigung, Bewertung und Motivation , Bindung und Empathie , Impulshemmung , Realit\u00e4tssinn und Risikowahrnehmung . Diese sechs psychoneuralen Grundsysteme legen nach Roth (2021) in ihrer individuellen Auspr\u00e4gung Temperament und Pers\u00f6nlichkeit eines Menschen fest. Weiterf\u00fchrende \u00dcberblicke zu neurobiologischen Grundlagen finden sich z.B. bei Siegel 2010 und Str\u00fcber 2021.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Grundbed\u00fcrfnisse, Motive und Konflikte : <\/u><\/strong>Grawe (2004) beschreibt in seinem konsistenztheoretischen Modell des psychischen Funktionierens vier menschliche Grundbed\u00fcrfnisse: Das Bed\u00fcrfnis nach Bindung zu prim\u00e4ren Bezugspersonen, nach Lustempfinden und Unlustvermeidung, das Bed\u00fcrfnis nach Orientierung und Kontrolle, , das Bed\u00fcrfnis nach Selbstwerterh\u00f6hung. Aus diesen Grundbed\u00fcrfnissen lassen sich Werte, Pl\u00e4ne und Ziele ableiten, die dann unser Handeln bestimmen. Die Verletzung von Grundbed\u00fcrfnissen kann zu Sch\u00e4digung der Gesundheit oder Wohlbefinden f\u00fchren. Denken, F\u00fchlen und Handeln spielen sich aber nicht nur auf der Bewusstseinsebene ab, auch fr\u00fch entstandene unbewusste Motive spielen eine wesentliche Rolle: Innerhalb unterschiedlicher Motive kann es zu unbewussten Konflikten kommen oder auch zu Konflikten zwischen unbewussten Motiven und bewussten Zielen, mit der Folge, dass Menschen bei der Verfolgung und Erreichung eines bewussten Zieles keine Befriedigung erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen<\/u><\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wir uns sozial und emotional entwickeln h\u00e4ngt zu einem wichtigen Teil von unseren fr\u00fchen Bindungen ab. Sowohl die Gene als auch die ersten Erfahrungen im Mutterleib und nach der Geburt beeinflussen, wie ein Kind auf seine Umwelt reagiert. Epigenetische Ver\u00e4nderungen w\u00e4hrend der Schwangerschaft haben ebenso Einfluss auf die Entwicklung neuronaler Netzwerke und damit unter anderem auch wie sich das Stresssystem des Kindes langfristig entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vieles deutet darauf hin, dass die fr\u00fchen Erfahrungen mit der Umwelt- vor allem die Qualit\u00e4t der Beziehung zu engen Bezugspersonen- individuelle Unterschiede in der endokrinen und neuronalen Stressreaktion bedingen, die dann bis ins Erwachsenenalter anhalten. Sie beeinflussen, wie schnell sich ein Kind sp\u00e4ter aufregt oder wieder beruhigt und wie gut es mit belastenden Situationen umgeht. Eine liebevolle Bindungsperson, die tr\u00f6stet, umarmt, st\u00fctzt und das diffuse Unwohlsein des S\u00e4uglings benennt, kann die neuronalen Netzwerke zur Emotionsregulation st\u00e4rken. Das bildet sich auch auf einer chemischen Ebene ab: Der Botenstoff Oxytocin d\u00e4mpft die Aktivit\u00e4t der Amygdalae und hemmt die Freisetzung von Stresshormonen. Bowlby (1975) beschrieb f\u00fcr den weiteren Verlauf&nbsp; verschiedene&nbsp; Bindungsstile, den sicheren, den vermeidenden, den ambivalenten und den desorganisierten Bindungsstil. F\u00fcr diese unterschiedlichen Bindungsstile konnten gr\u00f6\u00dftenteils auch schon neurobiologische Entsprechungen&nbsp; nachgewiesen werden (Kapfhammer 2022). Einmal etablierte Bindungsstile haben eine hohe Stabilit\u00e4t f\u00fcr das weitere Leben, obwohl korrigierende Neuerfahrungen -z.B. durch eine komplement\u00e4re &nbsp;Beziehungsgestaltung &#8211; Ver\u00e4nderungen m\u00f6glich machen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Funktion und Nutzung der therapeutischen Beziehung<\/u><\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Therapiebeziehung ist einerseits wichtig als Arbeitsb\u00fcndnis (Allianz), andererseits auch als therapeutisches Instrument. Das Arbeitsb\u00fcndnis ist eine notwendige Voraussetzung f\u00fcr die Bereitschaft des Patienten zur Behandlung und der M\u00f6glichkeit der Anwendung spezifischer therapeutischer Techniken.. Die Therapiebeziehung kann aber auch als Instrument gesehen werden, welches eine direkte therapeutische Wirkung im Sinne einer korrigierenden emotionalen Neuerfahrung hat. Caspar (2007) spricht hier von der komplement\u00e4ren Beziehungsgestaltung, Young (2008) vom Konzept der begrenzten Elternschaft (\u201elimited reparenting\u201c), in der CBASP (McCullough 2000) wird auf die Wahrnehmung des Unterschieds zwischen Therapeutenverhalten und dem fr\u00fcheren Verhalten pr\u00e4gender Bezugspersonen hingewiesen. In der therapeutischen Beziehung werden oft Schemata aktiviert , die dann erkannt und bearbeitet werden k\u00f6nnen. Durch das Verhalten des Patienten k\u00f6nnen beim Therapeuten Gegen\u00fcbertragungsgef\u00fchle ausgel\u00f6st werden, die denen \u00e4hneln, die der Patient auch bei anderen Menschen ausl\u00f6st. Hier kann eine entsprechende R\u00fcckmeldung durch den Therapeuten hilfreich in der Bearbeitung dieses Verhaltens sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgenden Kernannahme verhaltenstherapeutischer Ans\u00e4tze sind jede f\u00fcr sich allein genommen nat\u00fcrlich sehr reduktionistisch, &nbsp;kommen aber in der modernen Verhaltenstherapie meist &nbsp;gemeinsam mit unterschiedlichen Schwerpunkten zur Anwendung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Der Mensch als Objekt \u00e4u\u00dferer Bedingungen (klassische Lerntheorien)<\/u><\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lerntheorien: Die Untersuchung von Lernvorg\u00e4ngen erbrachte erste Impulse zur Entwicklung der Verhaltenstherapie und das daraus hervorgegangene Wissen ist nach wie vor wichtig f\u00fcr unser Verst\u00e4ndnis des Menschen. Das Erkennen von Zusammenh\u00e4ngen ist ein wichtiges Ziel unserer Lernbereitschaft und dient in der Menschheitsgeschichte unmittelbar dem eigenen \u00dcberleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann drei Formen des Lernens unterscheiden: einmal. dass bei bestimmten wahrzunehmenden Reizen eine bestimmte Folge eintreten kann. Diesem Prinzip folgt das klassische Konditionieren, das besagt, dass an sich neutrale Reize durch zeitliche und r\u00e4umliche Koppelung mit wichtigen Ereignissen eine Signalfunktion bekommen und ein bestimmtes Verhalten ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Form des Erkennens und Erlernens von Zusammenh\u00e4ngen betrifft die Konsequenzen, die bestimmten Verhaltensweisen nachfolgen. Dieses \u201eoperante Konditionieren\u201c besagt, dass spontan gezeigtes Verhalten aufgrund der nachfolgenden Bedingungen in seiner Auftretenswahrscheinlichkeit beeinflusst wird. Die dritte Form des Erkennens von Zusammenh\u00e4ngen, das \u201eModelllernen\u201c, beschreibt dass Menschen durch Beobachtung von anderen Menschen lernen k\u00f6nnen. Auch beim Modellernen muss kritisch angemerkt werden, dass wir beim Modellernen nicht nur 1:1 \u00fcbernehmen sondern auch eigene Anteile einbringen, nach dem Motto, dass ein guter Sch\u00fcler seinen Meister \u00fcbertrifft (konstruktivistische Ans\u00e4tze des Lernens).<\/p>\n\n\n\n<p>Diese einfachen Lernprinzipien sind zwar in der Menschheitsgeschichte von hohem \u00dcberlebenswert, aber f\u00fcr unser Verhalten spielen auch innere Einflussfaktoren wie Gedanken und Gef\u00fchle eine wichtige Rolle und diese Einflussfaktoren k\u00f6nnen Lernprinzipien auch ins Gegenteil verkehren wie z.B. bei einem politischen Dissidenten, der oder die trotz der zu erwartenden negativen Folgen ein bestimmtes Verhalten f\u00fcr wichtig und im Einklang mit eigenen Prinzipien und Haltungen zeigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch diese Lernprozesse werden innerpsychische Strukturen aufgebaut, die als \u201eSchemata\u201c Eingang in die Verhaltenstherapie gefunden haben und vorhandene Erfahrungen heranziehen um aktuelles Verhalten auszurichten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Der Mensch als rationales, handlungsorientiertes Wesen (kognitive Theorien):<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Ansatz wird der Mensch als rationales, reflexionsf\u00e4higes und handlungsf\u00e4higes Subjekt gesehen. Aus der kognitiven Verhaltenstherapie spielen hier vor allem die kognitive Therapie nach Beck, die rational-emotive Therapie nach Ellis , der Selbstverbalisationsansatz von Meichenbaum und der Selbstmanagement Ansatz von Kanfer eine wichtige Rolle. Das kognitive Modell besagt, dass Gef\u00fchle und Verhalten von Personen durch deren Wahrnehmung von Ereignissen beeinflusst werden. Nicht die Situation an sich beeinflusst die Gef\u00fchle einer Person, sondern die Art und Weise wie die Person sie interpretiert. Abh\u00e4ngig von der gedanklichen Interpretation der Situation k\u00f6nnen ganz unterschiedliche Gef\u00fchle und daraus folgendes Verhaltens entstehen. Es wird an den sogenannten \u201eheissen\u201c Gedanken gearbeitet,das sind diejenigen Kognitionen,die mit besonders intensiven Emotionen einhergehen. Im kognitiven Ansatz unterscheidet man drei Ebenen von Gedanken: An der Oberfl\u00e4che sind die automatischen Gedanken, das sind pl\u00f6tzlich auftretende Gedanken, Worte, Erinnerungen oder Vorstellungen. Auf einer mittleren Ebene sind die bedingten Annahmen; dabei handelt es sich um Glaubenss\u00e4tze, die \u00fcber verschiedene Situationen unser Leben lenken und leiten (Sollte-Behauptungen und wenn-dann S\u00e4tze). Auf einer tiefsten Stufe finden sich die Grundannahmen (Schemata).Diese Schemata sind von grundlegender Bedeutung&nbsp; bei PatientInnen mit Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen. Das individuelle Zusammenwirken von ausl\u00f6senden Bedingungen, Gedanken, Gef\u00fchlen, k\u00f6rperlichen Faktoren sowie Reaktionen und Verhalten wird in der Fallkonzeption erfasst. Ziel der therapeutischen Ans\u00e4tze ist es hier, den Patienten dabei zu unterst\u00fctzen, eine erh\u00f6hte Selbststeuerungsf\u00e4higkeit zu erwerben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Gef\u00fchle und Gedanken, Schemata<\/u><\/strong>: Das lebensgeschichtlich fr\u00fch entstandene emotionale Verarbeitungssystem orientiert sich grob nach Lust- und Unlustempfindungen und reagiert sehr schnell z.B. bei m\u00f6glichen Gefahren. Demgegen\u00fcber wird das Denken als aktiv gerichtete T\u00e4tigkeit erlebt, die aber relativ langsam abl\u00e4uft. Gef\u00fchle und Gedanken stehen in st\u00e4ndiger Wechselwirkung und k\u00f6nnen auch in eine Diskrepanz zueinander geraten bis hin zur Dissoziation oder Desintegration des Erlebten ,die besonders bei traumatisierenden Erfahrungen vor psychischer \u00dcberlastung sch\u00fctzt. Die Grundgef\u00fchle wie z.B. Angst, Trauer, Wut und Freude haben einerseits orientierende Funktionen nach innen (Angst: Distanz und Schutz, Trauer: Losl\u00f6sung von Bindungen, Wut: Grenzziehung, Freude: Ann\u00e4herung und Herstellung neuer Bindungen) und richten andererseits den Organismus auf bestimmte Verhaltensweisen aus, die mit kommunikativen Signalen nach au\u00dfen verbunden sind (Gestik, Mimik, Sprache, Verhalten).Diese Grundgef\u00fchle basieren auf genetisch vorbereiteten biologischen Prozessen, die aber im Laufe der Entwicklung erweitert und ausdifferenziert werden. Im Rahmen positiver oder negativer lebensgeschichtlicher Erfahrungen entstehen durch neuronale Netzwerke verk\u00f6rperte Organisationseinheiten, die den Organismus auf spezifische Weise zur Umgebung hin ausrichten . Diese Organisationseinheiten k\u00f6nnen als Schemata bezeichnet werden. Young (2008) beschrieb f\u00fcnf dysfunktionale Schemata-Dom\u00e4nen (Abgetrenntheit und Ablehnung, Beeintr\u00e4chtigung von Autonomie und Leistung, Fremdbezogenheit, \u00fcbertriebene Wachsamkeit und Gehemmtheit und Beeintr\u00e4chtigung im Umgang mit Begrenzungen), die durch mangelnde Befriedigung von Grundbed\u00fcrfnissen in der Kindheit (Bindung, Orientierung und Kontrolle, Lustgewinn und Unlustvermeidung, Selbstwerterh\u00f6hung) entstehen w\u00fcrden. Schemata werden durch bestimmte Ausl\u00f6sereize aktiviert (\u201egetriggert\u201c) und f\u00fchren dazu, die gegenw\u00e4rtige Situation nach dem Muster vergangener Erfahrungen zu strukturieren und auch bestimmte Erwartungen an die Zukunft zu richten. Als ein zentraler Wirkprozess in der Therapie ist die wiederholte Aktivierung der bisher als nicht bew\u00e4ltigbar erfahrenen Affekte bei gleichzeitiger kognitiver Verarbeitung anzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Implizites Ged\u00e4chtnis und psychische St\u00f6rungen (Das \u201eUnbewusste\u201c in der Verhaltenstherapie):<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das&nbsp; explizite Ged\u00e4chtnis betrifft bewusste Erinnerungen an Erlebnisse, Ereignisse oder an Menschen Das implizite Ged\u00e4chtnis funktioniert automatisch und unbewusst wie z.B. beim Skifahren oder bei Gewohnheitshandlungen oder bei unmittelbar auftauchenden Affekten. Die weitgehend automatisierte Aufnahme komplexer Erfahrungen- so genanntes implizites Lernen, das unterhalb der Bewusstseinsschwelle abl\u00e4uft- stellte eine Wissensbasis zur Verf\u00fcgung, die schnelles Reagieren erlaubt. Die zum impliziten Ged\u00e4chtnis geh\u00f6renden Funktionen und Strukturen existieren bereits im S\u00e4uglingsalter, w\u00e4hrend das explizite Ged\u00e4chtnis erst im Verlauf des zweiten bis vierten Lebensjahres ausreift. Es gibt Hinweise, dass die fr\u00fchen Bindungserfahrungen internalisiert und als Teil des impliziten Ged\u00e4chtnisses gespeichert werden. (Schneider 2021). Grawe (1998) beschreibt motivationale Schemata&nbsp; als Teil des impliziten Ged\u00e4chtnisses, die der Erreichung (Ann\u00e4herungsschemata) oder dem Schutz (Vermeidungsschemata) der Grundbed\u00fcrfnisse dienen. Funktionscharakteristika von dysfunktionalen Schemata in der Schematherapie nach Young weisen eine hohe \u00dcbereinstimmung mit den Merkmalen des impliziten Ged\u00e4chtnisses auf (automatische und schnelle Aktivierbarkeit, starke Filterung der Wahrnehmung, schlechte Kontrollierbarkeit und das Gef\u00fchl zwingend so handeln zu m\u00fcssen). In der Psychotherapie ist es somit wichtig, lange gebahnte implizite Ged\u00e4chtnisspuren zu unterbrechen und zu hemmen und parallel korrektive Neuerfahrungen zu erm\u00f6glichen und neues Verhalten aufzubauen (Schneider 2021). Auf wichtige Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Verhaltenstherapie und psychodynamischen Therapien in diesem Bereich weist Benecke (2016) hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Konzepte &nbsp;der therapeutischen Beziehung mit \u00dcbertragungs- und Gegen\u00fcbertragungs-prozessen und der Umgang mit Widerstand sind in der modernen Verhaltenstherapie zunehmend &nbsp;etabliert: so gibt es z.B. in der CBASP (McCullough 2000) die Technik des disziplinierten pers\u00f6nlichen Einlassens und die \u00dcbertragungshypothese, in der Schematherapie das Konzept maladaptiver Bew\u00e4ltigungsmechanismen, Schemamodi &nbsp;und dysfunktionaler Schemata, bei der Traumatherapie die Verschiebung von belastenden Erlebnissen die nicht bewusst verarbeitet werden k\u00f6nnen ins implizite Ged\u00e4chtnis. Bei impliziten Ged\u00e4chtnisvorg\u00e4ngen sind die Inhalte nicht unmittelbar erinnerlich und k\u00f6nnen erst \u00fcber Assoziationsbr\u00fccken, die mit der urspr\u00fcnglichen Erfahrung zusammenh\u00e4ngen zug\u00e4nglich gemacht werden. So wird z.B. in der gro\u00dfen Schema\u00fcbung in einer Vorstellungs\u00fcbung ausgehend von einer gegenw\u00e4rtigen problematischen Situation durch Fokussierung auf die Emotionen \u00fcber Assoziationsbr\u00fccken auf \u00e4hnliche Emotionen in der Kindheit mit relevanten Bezugspersonen \u00fcbergeleitet und die damals nicht ausreichend erf\u00fcllten Grundbed\u00fcrfnisse des Kindes bearbeitet. Die damit verbundenen Bew\u00e4ltigungsstrategien werden dann in die gegenw\u00e4rtige Situation \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Verhaltenstherapie gilt also nicht nur das rationale Menschenbild wie es K\u00e4mmerer (2020) durchaus kritisch formuliert: \u201e die Idee des Menschen, der rational und zielgerichtet handelt, Motivation zur Zielerreichung entwickelt und schlie\u00dflich die Ziele realisiert, indem er sich angemessene Mittel zur Zielerreichung aneignet und in einer sich wandelnden Innen-und Au\u00dfenwelt prozessbegleitend \u00fcberpr\u00fcft\u201c. Das Irrationale, Unbewusste und Intuitive des Menschen w\u00fcrde hier also ausgeblendet. \u201eBei der heutigen Methodenvielfalt der Verhaltenstherapie entsteht unweigerlich der Eindruck, dass dieses rationale Menschenbild in der Verhaltenstherapie ausgedient hat. Anders ist der Siegeszug achtsamkeitsbasierter und schemaorientierter Therapiemodelle nicht denkbar\u201c (K\u00e4mmerer 2020).<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Von den Pers\u00f6nlichkeitstypologien zum \u201eStrukturniveau\u201c: ein Ausblick in die Zukunft?: <\/u><\/strong>Bisherige Pers\u00f6nlichkeitstypologien werden in den kategorial abgegrenzten Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen im DSM-IV und ICD-10 beschrieben. Beck (1993) beschreibt die f\u00fcr jede Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung typischen kognitiven Profile. Nach Young (2008) sind dysfunktionale Schemata die Grundlage von Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen und die in den Diagnosekriterien beschriebenen Verhaltensmuster sind prim\u00e4r Reaktionen auf diese Schemata. Im DSM-5 (APA 2015) und in der ICD-11 (Herpertz 2018) haben nun Aspekte der OPD (Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik, Arbeitskreis OPD 2006) mit ihrer Strukturachse Eingang in die Diagnostik von Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen gefunden. So werden im DSM-5 im Kriterium A f\u00fcr Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen verschiedene Funktionsniveaus der Pers\u00f6nlichkeit in Bezug auf das Selbst und auf interpersonelle Beziehungen unterschieden. \u00c4hnlich sind in der ICD-11 solche unterschiedlichen Funktionsniveaus die Grundlage f\u00fcr die Einteilung der Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen nach dem Schweregrad in leicht, m\u00e4\u00dfig und schwer. Die Zukunft wird zeigen, welche Folgen dies f\u00fcr die Forschung und Therapie in der Verhaltenstherapie haben wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Literatur:<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>American Psychiatric Association (2015): DSM-5. G\u00f6ttingen, Hogrefe<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitskreis OPD (2006): Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik. Bern,Huber<\/p>\n\n\n\n<p>Beck A.T. (1993): Kognitive Therapie der Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen; Weinheim PVU<\/p>\n\n\n\n<p>Benecke C. (2016): Psychodynamische Therapien und Verhaltenstherapie im Vergleich; G\u00f6ttingen, Vandenhoeck &amp; Ruprecht<\/p>\n\n\n\n<p>Bowlby J.(1975): Bindung; Frankfurt,Fischer<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar F. (2007): Beziehungen und Probleme verstehen; eine Einf\u00fchrung in die psychotherapeutische Plananalyse. Bern, Huber<\/p>\n\n\n\n<p>Egger J.W. (2015): Menschenbildannahmen in der verhaltenstheoretischen Psychotherapie. In : H.Petzold (Hrsg): Menschenbilder in der Psychotherapie, Seite 447-480; Bielefeld, Aisthesis-Verlag<\/p>\n\n\n\n<p>Grawe K.(1998): Psychologische Therapie. G\u00f6ttingen, Hogrefe<\/p>\n\n\n\n<p>Grawe K. (2004): Neuropsychotherapie. G\u00f6ttingen, Hogrefe<\/p>\n\n\n\n<p>Herpertz S. (2018): Neue Wege der Klassifikation von Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen in ICD-11. Fortschr Neurol Psychiatr 86(03):150-155<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00e4mmerer A. (2020): Nachdenken \u00fcber Psychotherapie; In M.Rufer, &nbsp;C.Fl\u00fcckiger (Hrsg): Essentials der Psychotherapie; Seite 47-48; Bern, Hogrefe<\/p>\n\n\n\n<p>Kapfhammer H.P. (2022): Psychobiologie von Bindung und Trauma-Teil 2: sichere, unsichere und desorganisierte Bindung. Jatros Neurologie &amp; Psychiatrie 1: 36-42<\/p>\n\n\n\n<p>Kriz J (2015): Menschenbilder in der Psychotherapie-eine schulen\u00fcbergreifende Perspektive auf grundlegende Aspekte psychotherapeutischer Diskurse. In: H.Petzold (Hrsg) (2015): Menschenbilder in der Psychotherapie, Seite 133-155; Bielefeld, Aisthesis-Verlag<\/p>\n\n\n\n<p>McCullough J.P.(2000): Psychotherapie der chronischen Depression (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy-CBASP); M\u00fcnchen, Urban&amp;Fischer<\/p>\n\n\n\n<p>Parfy E, Schuch B, Lenz G (2016): Verhaltenstherapie<\/p>\n\n\n\n<p>Parfy E, Lenz G (2018): Menschenbild. In :J.Margraf, S.Schneider (Hrsg): Lehrbuch der Verhaltenstherapie, Band 1 ,Seite 51-67; Berlin, Springer<\/p>\n\n\n\n<p>Roth G.(2019): Warum es so schwierig ist, &nbsp;sich und andere zu \u00e4ndern; Stuttgart, Klett-Cotta<\/p>\n\n\n\n<p>Schneider R (2021): Bedingungen psychischer St\u00f6rungen aus neurowissenschaftlicher Perspektive; In S.Fliegel et al (Hrsg): Verhaltenstherapie, Seite 453-475; T\u00fcbingen, DGVT-Verlag<\/p>\n\n\n\n<p>Siegel D.J.(2010): wie wir werden die wir sind: neurobiologische Grundlagen subjektiven Erlebens &amp; die Entwicklung des Menschen in Beziehungen; Paderborn, Junfermann<\/p>\n\n\n\n<p>Str\u00fcber N (2021): wie ich wurde, was ich bin; Gehirn &amp; Geist 2, 31-37<\/p>\n\n\n\n<p>Wagner R.F. 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