{"id":24,"date":"2023-07-18T12:21:58","date_gmt":"2023-07-18T12:21:58","guid":{"rendered":"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/?page_id=24"},"modified":"2023-08-08T17:42:04","modified_gmt":"2023-08-08T16:42:04","slug":"verhaltenstherapeutische-diagnostik-problemanalyse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/index.php\/verhaltenstherapeutische-diagnostik-problemanalyse\/","title":{"rendered":"Verhaltenstherapeutische Diagnostik \u2013 Problemanalyse (Rabenstein)"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Rafael Rabenstein<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>rafael@rabenstein.net<\/p>\n\n\n\n<p>Verhaltenstherapie ist neben einem st\u00f6rungsspezifischen Zugang, immer eine personalisierte, bzw. individualisierte Therapie. Zentraler Bestandteil dieses Zuganges ist die verhaltenstherapeutische Diagnostik, die Problemanalyse. Die Erkenntnisse dieses diagnostischen Prozesses m\u00fcndet in einem hypothetischen und funktionalen Bedingungsmodell welches sowohl als Erkl\u00e4rungs- aber auch als L\u00f6sungsmodell dient (siehe Kapitel III.4). Es handelt sich hierbei nicht um ein abgeschlossenes Vorgehen, sondern wird im Rahmen der laufenden Therapie angepasst, ver\u00e4ndert und f\u00fchrt auch zum Verwerfen von Hypothesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wichtigsten Instrumente der verhaltenstherapeutischen Diagnostik sind die vertikale und horizontale Verhaltensanalyse (Abb.: III.3.2.a).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"679\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Horizontale-und-vertikale-Verhaltensanalyse-1024x679.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-26\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Horizontale-und-vertikale-Verhaltensanalyse-1024x679.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Horizontale-und-vertikale-Verhaltensanalyse-300x199.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Horizontale-und-vertikale-Verhaltensanalyse-768x510.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Horizontale-und-vertikale-Verhaltensanalyse.png 1233w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a>Abbildung <\/a>1: Horizontale und vertikale Verhaltensanalyse<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">III.3.2.1. Horizontale Verhaltensanalyse<\/h4>\n\n\n\n<p>Die horizontale Verhaltensanalyse orientiert sich an dem Modell des operanten, bzw. instrumentellen Lernens. Eine zentrale Annahme ist das Verhalten in Form von Verst\u00e4rkung und im geringeren Ma\u00dfe durch Bestrafung ge- und verlernt wird (Abb. 3.2.1.a). Allerdings stellen motivationale Aspekte eine wesentliche verhaltenssteuernde Komponente dar, siehe dazu vertikale Verhaltensanalyse, Kapitel III.3.2.2. Im Weiteren werden die zwei wichtigsten Modelle der horizontalen Verhaltenstherapie dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"364\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Verstarkerformen-1024x364.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-27\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Verstarkerformen-1024x364.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Verstarkerformen-300x107.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Verstarkerformen-768x273.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Verstarkerformen.png 1439w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a>Abbildung <\/a>2: Verst\u00e4rker<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">III.3.2.1.1. Kanfer<\/h5>\n\n\n\n<p>Einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Problemanalyse, sowohl vertikal als auch horizontal haben Kanfer et al. geleistet. (Kanfer et al., 1996). Sein dynamisches Modell der Selbstregulation ist eines der Standardmodelle innerhalb der Verhaltenstherapie. Besonders den Organismusvariablen wird dabei Beachtung geschenkt. Die O-Variable wird im Rahmen der vertikalen Verhaltensanalyse, Kapitel 3.2.2. n\u00e4her beschrieben. Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung des operanten Lernmodells von Skinner, dem SORC(K<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a>), bzw. SORK-Modell (deutsch).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"455\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Modell-SORC-Kanfer-1024x455.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-28\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Modell-SORC-Kanfer-1024x455.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Modell-SORC-Kanfer-300x133.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Modell-SORC-Kanfer-768x341.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Modell-SORC-Kanfer.png 1359w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a>Abbildung <\/a>3: SORC-Modell, dynamisches Selbstregulationssystem Kanfer et al., 1996<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Form des SORK-Schema kann unterschiedlich ausgelegt werden:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"a\">\n<li>Es ist m\u00f6glich in der O-Variable alle vorausgehenden Bedingungen in Form von Regeln, Grundannahmen, also Aspekte der vertikalen Verhaltensanalyse subsummiert werden und die Reaktion dann in Form von automatischen Gedanken und emotionalen Reaktionen beschrieben werden. Konsequenz k\u00f6nnet ein verhalten wie Selbstverletzung, Substanzkonsum etc. sein. Um die Konsequenzen des Problemverhaltens zu erkennen m\u00fcsste man eine Verhaltenskettenanalyse durchf\u00fchren.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine zweite Zugangsweise w\u00e4re, in der O-Variable nur unmittelbare Reaktionen zu erfassen. Wie automatische Gedanken und emotionale, bzw. k\u00f6rperliche Reaktionen. Reaktion w\u00e4re dann ein Problemverhalten wie exzessives H\u00e4ndewaschen bei Waschzwang. Die Konsequenz w\u00e4re einerseits die negative Verst\u00e4rkung \u2013 ein unangenehmes Gef\u00fchl wird runter reguliert. Eine zweite Konsequenz aber Hautsch\u00e4den, Arbeitsverlust durch langwieriges Zwangsverhalten.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Beide Zug\u00e4nge sind m\u00f6glich. Wichtig dabei ist es Patienten ein leicht verst\u00e4ndliches Vorgehen zu vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">III.3.2.1.2. Bartling<\/h5>\n\n\n\n<p>Bartling steuert ein weiteres Modell f\u00fcr die Problemanalyse bei. Es bestehen viele \u00dcbereinstimmungen zu zu Kanfers Modell. Allerdings wird die O-Variable hier mit Internen Verarbeitung und Wahrnehmungsprozesse beschrieben. Die Anteile, die auf diese Prozesse im aktuellen Geschehen wirken werden, hier in der vertikalen Verhaltensanalyse (Plananalyse, Systemregeln) angeben. Sie orientiert sich dabei auch an der Plananalyse von Casper und auch Grawe. Durch die Beschreibung von Wahrnehmung und Interpretation wird der Fokus aus subjektive Bewertungs-, Wahrnehmungs- und Erlebensmuster gelegt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem wenn sich ein Problemverhalten durch interpersonelle Funktionalit\u00e4ten bedingt ist, ist die Differenzierung zwischen internen und externen Faktoren n\u00fctzlich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"426\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bartling-1024x426.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bartling-1024x426.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bartling-300x125.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bartling-768x319.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bartling.png 1362w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a>Abbildung <\/a>4: Verhaltenssequenz nach Bartling (1998)<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">III.3.2.1.3. \u201eVerhaltensketten\u201c<\/h5>\n\n\n\n<p>Eine besondere Form der Verhaltensanalyse ist die \u201eVerhaltensketten-Analyse\u201c.&nbsp; Dieses Vorgehen ist vor allem bei der Erarbeitung von Skillsketten in der DBT bekannt. Ziel ist es Problemverhalten in einzelne Sequenzen zu gliedern und vor allem unklare Ausl\u00f6ser heraus zu erarbeiten. Oft kann von Patienten nicht artikuliert werden warum es zu einer Krise wie Selbstverletzendes Verhalten, Konflikte oder dissoziative Zust\u00e4nde gekommen ist. Der Start ist daher oft das Ende einer l\u00e4nger andauernden Krise, also das Problemverhalten. Es bedarf oft einer genauen Betrachtung um urs\u00e4chliche Ausl\u00f6ser zu identifizieren. Das kann eine erlebte Zur\u00fcckweisung mit verbundenen Verlassens\u00e4ngsten oder \u00e4hnlichem sein, welche zeitlich auch l\u00e4nger zur\u00fcckliegen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Kettenanalyse untersucht die Ereigniskette, die zu unwirksamen Verhaltensweisen f\u00fchrt, sowie die Konsequenzen dieser Verhaltensweisen, die es m\u00f6glicherweise erschweren k\u00f6nnten sie zu ver\u00e4ndern. Sie hilft Ihnen auch herauszufinden, wie man den Schaden beheben kann. (M. Linehan 1996b)<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Welche Begrifflichkeit verwendet wird richtet sich nach der Orientierung im therapeutischen Setting. Ob verschiedene Emotionen wie Wut, Angst, etc. oder \u201eSchemamodi\u201c verwendet werden ist hier sekund\u00e4r. Wichtig ist es in Folge f\u00fcr jedes Glied der Kette Strategien im Umgang mit den belastenden Emotionen zu finden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"680\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/\u201eKetten-Verhaltensanalyse-adaptiert-nach-Linehan-et-al.-1996b-1024x680.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-30\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/\u201eKetten-Verhaltensanalyse-adaptiert-nach-Linehan-et-al.-1996b-1024x680.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/\u201eKetten-Verhaltensanalyse-adaptiert-nach-Linehan-et-al.-1996b-300x199.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/\u201eKetten-Verhaltensanalyse-adaptiert-nach-Linehan-et-al.-1996b-768x510.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/\u201eKetten-Verhaltensanalyse-adaptiert-nach-Linehan-et-al.-1996b.png 1044w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a>Abbildung <\/a>5: \u201eKetten-Verhaltensanalyse\u201c adaptiert nach Linehan et al., 1996b<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">III.3.2.1.4. Zusammenfassung<\/h5>\n\n\n\n<p>Jedes Modell ist nur dann gut wenn es hilft Probleme besser zu verstehen und es hilft Ver\u00e4nderungen zu erm\u00f6glichen. In diesem Sinne empfehlen wir die Verhaltensanalyse (Abb.3.2.1.4.a) so einfach wie m\u00f6glich zu machen, um Patienten nicht zu \u00fcberfordern. An dieser Stelle wird ein Modell empfohlen, welches in gro\u00dfen und ganzen eine Synthese aus Kanfer und Bartling darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Situation:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Alle internen oder externen Stimuli (im Gegensatz zu Kanfer)<\/p>\n\n\n\n<p>O-Variable:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gedanken, Bewertungen und Interpretationen<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gef\u00fchle und Emotionen<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Physiologische Reaktionen vor allem vegetative Symptome: Herzklopfen, Schwitzen, etc.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00e0 Die O-Variable bezieht sich auf die gerade erlebten inneren Prozesse<\/p>\n\n\n\n<p>Verhalten&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; prim\u00e4r sichtbares Verhalten<\/p>\n\n\n\n<p>In Situation:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; aber auch Gedankenzw\u00e4nge, Gr\u00fcbeln, Sorgenmachen, etc.<\/p>\n\n\n\n<p>Konsequenzen:<\/p>\n\n\n\n<p>wichtig zu unterscheiden ob Konsequenzen f\u00fcr die Person oder Umfeld relevant sind<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ob Verhalten kurzfristig Erleichterung bringt und<\/p>\n\n\n\n<p>langfristig eventuell negative Folgen hat&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"707\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Verhaltensanalyse-adaptiert-nach-Marx-2004-1024x707.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-31\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Verhaltensanalyse-adaptiert-nach-Marx-2004-1024x707.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Verhaltensanalyse-adaptiert-nach-Marx-2004-300x207.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Verhaltensanalyse-adaptiert-nach-Marx-2004-768x531.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Verhaltensanalyse-adaptiert-nach-Marx-2004.png 1051w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a>Abbildung <\/a>6: Verhaltensanalyse (adaptiert nach Marx, 2004)<\/p>\n\n\n\n<p>Oft ist es f\u00fcr Patienten zu Beginn sehr schwer Gedanken, Gef\u00fchle und k\u00f6rperliche Reaktionen zu differenzieren, oft ist dies auch Teil der Problematik. Es erfordert dann Geduld und ein wiederholtes gemeinsames Besprechen der Verhaltensanalyse.<\/p>\n\n\n\n<p>Verhaltensanalysen haben neben dem diagnostischen Aspekt auch eine Rolle im Rahmen des Selbstmanagements oder als Selbstkontrollstrategie. Oft \u00e4ndert das Beobachten eines Verhaltens das Verhalten bereits, oder bringt Linderung durch Distanzierung zur Situation.<\/p>\n\n\n\n<p>Literatur:<\/p>\n\n\n\n<p>Bartling G, Echelmeyer L, Engberding M (2016). <em>Problemanalyse im psychotherapeutischen Prozess: Leitfaden f\u00fcr die Praxis. <\/em>6. \u00fcberarbeitete Auflage, Stuttgart: Kohlhammer Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Beck JS (2013). <em>Praxis der Kognitiven Therapie<\/em>. Weinheim: Beltz.<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar F (2007). <em>Beziehungen und Probleme verstehen-Eine Einf\u00fchrung in die psychotherapeutische Plananalyse<\/em>. Huber: Bern.<\/p>\n\n\n\n<p>Kanfer FH, Reinecker H, Schmelzer D (2012). <em>Selbstmanagement-Therapie. Ein Lehrbuch f\u00fcr die klinische Praxis<\/em>. 5. Auflage. Berlin: Springer.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">III.3.2.2. Vertikale Verhaltensanalyse<\/h4>\n\n\n\n<p>Im folgenden Kapitel werden mehre Modelle der vertikalen Verhaltensanalyse dargestellt. Allein gemein ist die Annahme einer hierarchischen Struktur, d.h. verschiedener Ebenen von verhaltenssteuernden Aspekten. Im Rahmen der kognitiven Psychologie hat sich allgemein der Begriff Schema oder Schemata f\u00fcr die h\u00f6chste Ordnungsebene durchgesetzt, Diese Schemata haben sowohl emotionale als auch kognitive Anteile. Sie k\u00f6nnen durch eine Vielzahl an Stimuli ausgel\u00f6st werden. Mehrere Forscher gehen davon aus, dass sich die Aktivierung dieser Schemata als neuronale Erregungsmuster im Gehirn abbilden lassen, diese bestehen aus verschiedenen Arealen im Gehirn die gemeinsam \u201efeuern\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fokus der verschiedenen Schemaans\u00e4tze ist allerdings etwas unterschiedlich. Young beschreibt 18 maladaptive Schemata, die vor allem bei Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen vorkommen, er ist Sch\u00fcler von A.T. Beck gewesen. Grawe wiederum geht davon aus, dass es mehrere motivationale Schemata pro Grundbed\u00fcrfnis gibt. Diese bilden Ziele, Motive f\u00fcr das eigene Handeln und Erleben. Diese Pl\u00e4ne, Ziele, Motive k\u00f6nnen auch in Konflikt geraten und so Leid verursachen. Greenberg, aus der Gestalttherapie kommend, setzt bei seinem Schemabegriff haupts\u00e4chlich auf die emotionalen Komponenten.<\/p>\n\n\n\n<p>J. Beck die die kognitive Therapie ihres Vaters weiter entwickelt hat wiederum konzentriert sich vor allem auf die kognitiven Anteile. Auch A.T. Beck beschreibt den Begriff Schema in seinen Arbeiten zu Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">III.3.2.2.1 Plananalyse nach Caspar<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Plananalyse ist urspr\u00fcnglich n\u00e4her an der kognitiven Therapie orientiert gewesen, mittlerweile aber st\u00e4rker an die motivationalen Schemata von Grawe. Die wichtigste Aussage ist, dass wir Menschen von verschiedenen Pl\u00e4nen wir unsere Bed\u00fcrfnisse und Ziele umsetzen k\u00f6nnen geleitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt ober- und Unterpl\u00e4ne und Regeln wie diese umzusetzen sind. Regeln sind also mehr Handlungsanleitend. Auch hier kann es noch hierarchische Abstufungen geben. Neben konflikthaften Pl\u00e4nen ist es auch wichtig ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr eigene Verhaltensweisen zu erarbeiten, denn oft f\u00fchren diese Pl\u00e4ne und regeln zu wenig selbstf\u00fcrsorglichem Verhalten. Urspr\u00fcnglich dienten sie einer Umwelt gerecht zu werden die nicht immer validierend war und einer unvoreingenommenen Bed\u00fcrfnisbefriedigung offen war. In Abbildung 7: Plananalyse nach Marx (2004) ein Beispiel f\u00fcr eine Plananalyse. Ob man dabei \u201eBottom Up\u201c oder \u201eBottom Down\u201c vorgeht ist je nach Problemlage unterschiedlich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"584\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Plananalyse-nach-Marx-2004-1024x584.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-32\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Plananalyse-nach-Marx-2004-1024x584.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Plananalyse-nach-Marx-2004-300x171.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Plananalyse-nach-Marx-2004-768x438.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Plananalyse-nach-Marx-2004.png 1444w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a><\/a><a>Abbildung <\/a>7: Plananalyse nach Marx (2004)<\/p>\n\n\n\n<p>In Abbildung 8: Plananalyse (adaptiert nach Bartling et al., S.60, 2004) ist eine adaptierte Plananalyse nach Bartling zu sehen. Hier um die ebene von Grundbed\u00fcrfnissen erweitert. Es lohnt sich das Modell von Grawe zu vermitteln da es meistens gut verst\u00e4ndlich ist und mittlerweile weit verbreitet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"530\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Plananalyse-adaptiert-nach-Bartling-et-al.-S.60-2004-1024x530.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Plananalyse-adaptiert-nach-Bartling-et-al.-S.60-2004-1024x530.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Plananalyse-adaptiert-nach-Bartling-et-al.-S.60-2004-300x155.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Plananalyse-adaptiert-nach-Bartling-et-al.-S.60-2004-768x397.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Plananalyse-adaptiert-nach-Bartling-et-al.-S.60-2004.png 1454w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a><\/a><a>Abbildung <\/a>8: Plananalyse (adaptiert nach Bartling et al., S.60, 2004)<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier gilt es nicht zu akademisch an die Arbeit mit Patienten heran zu gehen, das Modell ist nur so gut es dient Patienten ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihre Schwierigkeiten zu liefern.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">III.3.2.2.2. kognitives Fallkonzept J. Beck<\/h5>\n\n\n\n<p>Judith Beck hat die Arbeit ihres Vaters A.T. Beck weitergef\u00fchrt. Auf das Gesamtkonzept wird im Kapitel: <strong>Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.<\/strong> n\u00e4her eingegangen. Hier nur die Aspekte des Fallkonzeptes im Rahmen der Problemanalyse. Es gibt durchwegs gro\u00dfe Gemeinsamkeiten mit der urspr\u00fcnglichen Plananalyse von Casper. Allerdings werden die bedingten Annahmen anders als nur in Pl\u00e4nen und Regeln beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li><em>Grundannahmen<\/em> \u2013 <em>Core beliefs<\/em> \u2013 zentrale <em>Fremd- und Selbstschemata<\/em><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Hierbei handelt es sich neben zentralen Annahmen \u00fcber sich und der Umwelt auch um grundannahmen wie \u201eIch bin schlecht\u201c, \u201e Ich bin schuld\u201c, etc. aber nat\u00fcrlich auch positive Selbstzuschreibungen \u201eich bin ein guter Mensch\u201c, etc.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Bedingte Annahmen&nbsp; <\/em><em><\/em><\/li>\n\n\n\n<li>Axiome: Es handelt sich um absolut richtig anerkannte Grunds\u00e4tze. Grunds\u00e4tze wie eine Regel erreichbar oder nicht erreicht werden kann.<\/li>\n\n\n\n<li>Einstellungen: Es handelt sich um die Bewertung zur Grundannahme: \u201eEs ist furchtbar schlecht zu sein\u201c<\/li>\n\n\n\n<li>Regeln: \u00c4hnlich den kompensatorischen Strategien handelt es sich um die Anleitung diese Grundannahme zu vermeiden, bzw. die zu umgehen<\/li>\n\n\n\n<li>Kompensatorische Strategie(n) \u2013 <em>Coping Stile<\/em><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Vor allem \u00fcbergeordnete Strategien um der Grundannahme zu \u201eentkommen\u201c diese zu kompensieren oder zu vermeiden. Hier gibt es gro\u00dfe \u00dcberlappungen mit den Bew\u00e4ltiungsmodi und bedingten Schemata bei Young<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Automatische Gedanken<\/em><em><\/em><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Alle Bilder, Gedanken, Intrusive Gedanken, Bewertungen und Interpretationen in einer Situation<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Gef\u00fchle<\/em><em><\/em><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Oft schwierig f\u00fcr Patienten, es vermischen sich oft Gedanken, Gef\u00fchle und K\u00f6rperempfindungen; Hier bedarf es oft einiger Zeit um die Gedanken wahrzunehmen und benennen zu lernen<\/p>\n\n\n\n<p>In Abbildung 9 Beispiel f\u00fcr ein kognitives Fallkonzept, ist ein Beispiel f\u00fcr ein Fallkonzept angef\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"644\" height=\"605\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Beispiel-fur-ein-kognitives-Fallkonzept.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-34\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Beispiel-fur-ein-kognitives-Fallkonzept.jpg 644w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Beispiel-fur-ein-kognitives-Fallkonzept-300x282.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 644px) 100vw, 644px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a><\/a><a>Abbildung <\/a>9 Beispiel f\u00fcr ein kognitives Fallkonzept<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Young und andere Vertreter der 3. Welle, also der Achtsamkeitsbasierten St\u00f6rungen kommen urspr\u00fcnglich aus der kognitiven Therapie.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Literatur:<\/p>\n\n\n\n<p>Beck AT (1976). <em>Cognitive therapy and the emotional disorders<\/em>. New York: International Universities Press.<\/p>\n\n\n\n<p>Beck JS (2013). <em>Praxis der Kognitiven Therapie<\/em>. Weinheim: Beltz.<\/p>\n\n\n\n<p>Young JE, Klosko JS, Weishaar ME (2008). Schematherapie. Paderborn: Junfermann.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">III.3.2.2.3. Schemata<\/h5>\n\n\n\n<p>Der Begriff Schema kommt aus der kognitiven Psychologie und der Beschreibung <em>von Wahrnehmungs-, Informationsverarbeitungs- und Ged\u00e4chtnisvorg\u00e4ngen<\/em>. Dieser wurde von Forschern wie Bartlett (1932) und Piaget (1936) gepr\u00e4gt. Sie sind Teil des impliziten Ged\u00e4chtnisses, erden also nicht bewusst abgerufen. Es gibt keine einheitliche Definition, Schemata werden als Wissenstrukturen, Kategorien, Scripts, Repr\u00e4sentanzen oder \u00e4hnlichem beschrieben. Gemein ist das es sich um eine Klasse von bestimmten Umweltereignissen handelt, Handlungsschemata, Wahrnehmungsschemata, Motivationale Schemata.&nbsp; Ist ein Schema aktiviert werden schemakonsistente Informationen eher wahrgenommen als schemainkonsistente.<\/p>\n\n\n\n<p>Piaget (Piaget, 1967) beschreibt Schema wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Schema<\/strong>: Art und Weise, Umweltgegebenheiten zu handhaben.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Schema<\/strong> wird hier als typische Weise des Menschen verstanden, bestimmte Klassen von Umweltgegebenheiten zu handhaben. Ein solches Schema existiert als kognitives Schema, das sich in gewissen Handlungsschema ausdr\u00fcckt &#8211; z. B. das Schema des Werfens, Klopfens, Multiplizierens u.\u00e4.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Schemata<\/strong> machen verschiedenartige Gegenst\u00e4nden zu gleichartigen (z.B. solche, die man werfen, mit denen man klopfen, die man multiplizieren kann usw.), erleichtern somit kognitiv den Umgang mit der Umwelt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Piaget geht von 2 Prozessen zur Ver\u00e4nderung und Auspr\u00e4gung von Schemata aus, beide dienen der Adaption an Umweltgegebenheiten:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"a\">\n<li><strong>Assimilation:<\/strong> Anpassung der Erfahrungswerte an bestehende Schemata<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Akkomodation:<\/strong> Anpassung von Schemata, Ausl\u00f6ser von Akkomodation: Ungleichgewicht \/ kognitiver Konflikt<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>A.T. Beck<\/strong> (Beck, 1976) definiert Schemata wir folgt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jede Situation besteht aus einer F\u00fclle von Reizen. Das Individuum achtet selektiv auf bestimmte Reize, kombiniert sie zu einem Muster und bildet ein Konzept der Situation<ul><li>Es besteht eine Neigung auf \u00e4hnliche Ereignistypen konsistent zu reagieren<\/li><\/ul><ul><li>Relativ stabile kognitive Muster sind der Grund f\u00fcr die Gleichf\u00f6rmigkeit, mit der bestimmte Klassen von Situationen interpretiert werden.<\/li><\/ul><ul><li>Bestimmte Gegebenheiten aktivieren ein f\u00fcr diese Umst\u00e4nde entsprechendes Schema<\/li><\/ul><ul><li>Aktivierte Schemata bestimmen direkt wie eine Person reagiert<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Es gibt vorherrschen ideosynkratische Schemata die zu St\u00f6rungen der Realit\u00e4t und in der Folge zu systematischen Fehlern im Denken des Depressiven f\u00fchren \u00e0 negative Interpretationen k\u00f6nnen nicht als \u201eirrig\u201c erkannt werden<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>In der Verhaltenstherapie wurden zunehmend, nach der kognitiven Wende, auf die emotionalen\/motivationalen Aspekte menschlichen Verhaltes eingegangen. Das hat zu einem weiteren Schemabegriff gef\u00fchrt der vor allem emotionalen Komponenten heraushebt. Schemata werden als Wahrnehmungs-, Erlebensmuster die direkt mit den psychischen Grundbed\u00fcrfnissen verbunden sind gesehen. Also als Blaupausen, Pl\u00e4ne, Programme die automatisch aktiviert werden, wenn Bed\u00fcrfnisse aktiviert werden.&nbsp; Sie beinhalten alle Erfahrungen und Anpassungsleistungen an die Art und M\u00f6glichkeiten diese Bed\u00fcrfnisse zu erf\u00fcllen. Sind damit aber frustrierende Erfahrungen verbunden, k\u00f6nnen diese Schemata dazu f\u00fchren im Hier und Jetzt fehlangepasst, bzw. maladaptiv sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgehend z.B. vom Grundbed\u00fcrfnis Bindung wird ein Gef\u00fchl von Liebe, Zuneigung, Freude ausgel\u00f6st. Lernt das Kind nun dieses Gef\u00fchl von seinen Eltern durch k\u00f6rperliche N\u00e4he, Zuwendung und \u00e4hnlichem beantwortet wird, wird auch in Zukunft dieses Gef\u00fchl mit einer angenehmen Erwartung einhergehen. Wird dieses Bed\u00fcrfnis aber regelm\u00e4\u00dfig oder unregelm\u00e4\u00dfig frustriert wird neben dem Gef\u00fchl der Zuneigung auch ein Gef\u00fchl der Angst (bei Gewalterfahrungen) oder Einsamkeit (bei Vernachl\u00e4ssigung) mitgelernt und dann \u201egebahnt\u201c werden, also in das Schema \u201egeschrieben\u201c, aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schemata k\u00f6nnen auch als neuronale Erregungsmuster gesehen werden die aktuell f\u00fcr einen bestimmten Situationstyp ausgel\u00f6st werden, beinhalten aber eben auch Erfahrungen, bzw. sind diese Teil davon.<\/p>\n\n\n\n<p>Schuch (Schuch, 2000) beschreibt Schemata wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<p><em>In der kognitiven Therapie werden in Anlehnung an Piaget kognitive Schemata als relativ stabile, bewu\u00dfte oder unbewu\u00dfte Grundannahmen definiert, die Informationsverarbeitung und Verhalten steuern. Sie sind ziel- und handlungsorientiert, von Emotionen begleitet, und f\u00fchren zu charakteristischen Kognitionen. Sie entstehen vielfach auf fr\u00fchen Altersstufen durch Interaktionen des Kindes mit relevanten Bezugspersonen. Schemata liefern einen wichtigen Beitrag zur Entstehung psychopathologischer Auff\u00e4lligkeiten. So f\u00fchren dysfunktionale Schemata zu falschen Grundannahmen bez\u00fcglich relevanter Selbst- und Lebensbereiche und damit zu inad\u00e4quaten Verarbeitungs- und Verhaltensmustern. Schemata k\u00f6nnen aber auch miteinander in Konflikt geraten, wenn zum selben Zeitpunkt widerspr\u00fcchliche aktiviert werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im Folgenden wird auf die wichtigsten Vertreter schematherapeutischer Ans\u00e4tzen der Verhaltenstherapie eingegangen:<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">III.3.2.2.3.1. Schematherapie \u2013 Young<\/h6>\n\n\n\n<p>Young beschreibt den Begriff Schema als:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>ein weitgestecktes, umfassendes Thema oder Muster,<\/li>\n\n\n\n<li>dass aus Erinnerungen, Emotionen, Kognitionen und K\u00f6rperempfindungen besteht,<\/li>\n\n\n\n<li>die sich auf den Betreffenden selbst und seine Kontakte zu anderen Menschen beziehen,<\/li>\n\n\n\n<li>ein Muster, das in der Kindheit oder Adoleszenz entstanden ist,<\/li>\n\n\n\n<li>im Laufe des weiteren Lebens st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt wurde und<\/li>\n\n\n\n<li>stark dysfunktional ist.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Dieser Definition gem\u00e4\u00df ist das Verhalten eines Menschen nicht Bestandteil des Schemas selbst, sondern Young zufolge entwickeln sich dysfunktional Verhaltensweisen in Reaktion auf ein Schema. Folglich werden Verhaltensweisen von Schemata getrieben (driven), sind aber kein Bestandteil von ihnen<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"748\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Ubersicht-Schemata-nach-Young-1024x748.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-35\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Ubersicht-Schemata-nach-Young-1024x748.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Ubersicht-Schemata-nach-Young-300x219.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Ubersicht-Schemata-nach-Young-768x561.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Ubersicht-Schemata-nach-Young.png 1355w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a>Abbildung <\/a>10: \u00dcbersicht Schemata nach Young<\/p>\n\n\n\n<p>In Abbildung 10: \u00dcbersicht Schemata nach Young sind die Schemata von Young angef\u00fchrt. Diese eignen sich besonders um Patienten ihre Beziehungsmuster und Beziehungsmodelle zu er\u00f6rtern. Auch kompensatorische Strategien im Umgang mit belasteten Grundannahmen sind einfach zu vermitteln. Viele Patienten finden sich hier leicht wieder. Vor allem bei unklaren Motiven kommt man hier schnell zu ersten Hypothesen. Eine ausf\u00fchrliche Darstellung der Schematherapie ist in <em><strong>Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.<\/strong><\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">III. 3.2.2.3.2. Emotionsfokussierte Therapie Greenberg\/Lammers<\/h6>\n\n\n\n<p>&nbsp;Ein weiteres, einfach zu vermittelndes Modell liefert Lammers der sich an der Emotionsfokussierte Therapie nach Greenberg orientiert. In Abbildung 11: Emotionale Schemata nach Greendberg\/Lammers (Lammers, 2011) ist das Modell zu sehen. Dieses Modell ist ein gutes Erkl\u00e4rungsmodell, wenn wenige Gef\u00fchle in Situationen fehlangepasst sind, zum Beispiel Angst statt Zuneigung; \u00c4rger statt Verletzlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"729\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Emotionale-Schemata-nach-Greendberg_Lammers-Lammers-2011-1024x729.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-36\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Emotionale-Schemata-nach-Greendberg_Lammers-Lammers-2011-1024x729.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Emotionale-Schemata-nach-Greendberg_Lammers-Lammers-2011-300x214.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Emotionale-Schemata-nach-Greendberg_Lammers-Lammers-2011-768x547.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Emotionale-Schemata-nach-Greendberg_Lammers-Lammers-2011.png 1394w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a>Abbildung <\/a>11: Emotionale Schemata nach Greendberg\/Lammers (Lammers, 2011)<\/p>\n\n\n\n<p>Es kann als Alternative f\u00fcr Modi nach Young verwendet werden, vor allem wenn wenige Modi betroffen sind und in F\u00e4llen von Patienten die eine \u201evirtuelle\u201c Fragmentierung ihrer Pers\u00f6nlichkeit eher wenig abgewinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">III. 3.2.2.3.3. Neuropsychotherapie \u2013 Grawe<\/h6>\n\n\n\n<p>Im Modell von Grawe wird vor allem auf motivationale Schemata eing\u00e4ngigen. Diese sind die Mittel die im Laufe des Lebens entwickelt werden um Grundbed\u00fcrfnisse zu befriedigen. Er unterscheidet zwischen Ann\u00e4herungszielen und Vermeidungszielen\/schemata Vermeidungsschemata sollen vor allem vor Verletzungen sch\u00fctzen, Ann\u00e4herungsschemata den Weg zur Befriedigung von Bed\u00fcrfnissen auszeigen. Ebenfalls werden die neurophysiologischen Verbindungen zu neuronalen Erregungsmuster betont. Das also verschiedene Areale im Gehirn die gemeinsam feuern, auch zusammenh\u00e4ngen und verschieden Anteile beinhalten, Erinnerungen, Gef\u00fchle, Gedanken, Erwartungen, Kontext, etc.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"590\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Grawe-Schemata-1024x590.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-37\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Grawe-Schemata-1024x590.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Grawe-Schemata-300x173.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Grawe-Schemata-768x443.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Grawe-Schemata.png 1315w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a>Abbildung <\/a>12: Schemata Grawe (Graw, 2004)<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Modell ist besonders hilfreich, wenn Pl\u00e4ne und Ziele der Patienten konflikthaft sind. Zum Beispiel der Wunsch nach Autonomie (w\u00e4re im Modell nach Grawe eine Mischung aus Selbstwerterh\u00f6hung, Lustgewinn und Orientierung?) der durch das Bindungsbed\u00fcrfnis, bzw. Bed\u00fcrfnis nach Orientierung und Kontrolle ausgewogen wird. Hier als Ann\u00e4herungsschema Bindung und Autonomie, aber auch Vermeidungsschema da durch Autonomie auch die Gefahr des Scheiterns besteht, bzw. mit Bezugspersonen interpersonelle Probleme zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso sind die Informationen des Modelles eine gute und wesentliche Grundlage f\u00fcr die komplement\u00e4re bzw. motivorientierte Beziehungsgestaltung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">III.3.2.3. Zusammenfassung<\/h4>\n\n\n\n<p>Es gibt mehrere Modelle einer vertikalen Verhaltensanalyse. Je nach theoretischem Hintergrund gibt es unterschiedliche Bezeichnungen und Schwerpunkte. Allen gemein ist die Annahme, dass wir Menschen von unseren Bed\u00fcrfnissen und Motiven geleitet, bzw. gesteuert werden. Die Verwirklichung der Bed\u00fcrfnisse wird, durch auf Erfahrungen ruhenden, Blaupausen, Programmen bzw. Pl\u00e4nen bestimmt. Wobei umso Bed\u00fcrfnisn\u00e4her diese Schemata sind der implizierte Anteil gr\u00f6\u00dfer und weniger bewusst sind. Pl\u00e4ne und Regeln sind mehr ausdifferenzierte und kognitiv zug\u00e4nglichere Auspr\u00e4gungen dieser Bed\u00fcrfnisse. All diese Modelle basieren auf Grundlagen der kognitiven Psychologie und Arbeiten von Piaget und Bartlett.&nbsp; Der theoretische Fokus von Schemata nach Young und Greenberg sind vor allem die automatisierten emotionalen Anteile die menschliches Verhalten bedingen. Auch Beck spricht von zentralen Selbst- und Fremdschemata.<\/p>\n\n\n\n<p>Grawe und auch Casper gehen in ihren Modellen auch von Grundbed\u00fcrfnissen und hierarchischen Pl\u00e4nen zur Befriedigung derselben aus.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine \u00dcbersicht, bzw. Zusammenfassung der verschiedenen Modelle innerhalb der Verhaltenstherapie sei auf Abbildung 13: \u00dcberblick Hierarchische Modelle motivationaler Aspekte des Verhaltens hingewiesen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"585\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Uberblick-Hierarchische-Modelle-motivationaler-Aspekte-des-Verhaltens-1024x585.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-38\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Uberblick-Hierarchische-Modelle-motivationaler-Aspekte-des-Verhaltens-1024x585.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Uberblick-Hierarchische-Modelle-motivationaler-Aspekte-des-Verhaltens-300x171.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Uberblick-Hierarchische-Modelle-motivationaler-Aspekte-des-Verhaltens-768x438.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Uberblick-Hierarchische-Modelle-motivationaler-Aspekte-des-Verhaltens.png 1461w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a><\/a><a>Abbildung <\/a>13: \u00dcberblick Hierarchische Modelle motivationaler Aspekte des Verhaltens<\/p>\n\n\n\n<p>In Abbildung 14: Integratives Modell der vertikale Verhaltensanalyse ist eine Zusammenfassung der verschiedenen Modelle zu sehen. Die Hierarchie ist dabei als Ordnungshilfe zu verstehen, ohne Anspruch auf Allgemeing\u00fcltigkeit. An oberster Stufe sind die <strong>Grundbed\u00fcrfnisse<\/strong>, hier nach Grawe, bzw. Eppstein (2000). Allerdings ist das Bed\u00fcrfnis nach Autonomie nicht explizit angef\u00fchrt ist aber ebenfalls ein zentrales Bed\u00fcrfnis.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"627\" height=\"357\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Clipboard01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Clipboard01.jpg 627w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Clipboard01-300x171.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 627px) 100vw, 627px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a><\/a><a>Abbildung <\/a>14: Integratives Modell der vertikale Verhaltensanalyse<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem das Bindungsbed\u00fcrfnis ist bei vielen Patienten frustriert worden und spielt daher eine zentrale Rolle. Davon abgeleitet eigenen sich besonders die ersten 5 <strong>Schemata<\/strong> nach Young (1996)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Emotionale Entbehrung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Verlassenheit<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Unzul\u00e4nglichkeit\/Scham<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Misstrauen\/Missbrauch<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Soziale Isolierung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>um Beziehungskonflikte, frustrierende Beziehungen und andere sich wiederholende maladaptive Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster zu beschreiben. <strong>Grundannahmen<\/strong> sind je nach Patient oft eine gleichwertige Alternative. Synonym kann auch der Begriff Lebensregeln oder \u00dcberlebensregeln Sinn machen. Die \u00dcberschneidung zu Regeln und Pl\u00e4ne ist aber flie\u00dfend<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pl\u00e4ne und Regeln<\/strong> werden auch Synonym verwendet. Allerdings sind Pl\u00e4ne eher im Sinne eines Imperatives zu verstehen \u201eSei beliebt\u201c, \u201eVermeide verletzt zu werden\u201c und Regeln eher eine Handlungsanweisung\/anleitung. \u201eUm nicht verletzt zu werden, musst du eigene Bed\u00fcrfnisse hintanhalten\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ob nun in Folge eines Stimulus zuerst <strong>Gef\u00fchle <\/strong>oder<strong> Gedanken<\/strong> da sind, oder Gleichzeitig, ist nicht vordergr\u00fcndig entscheidend. Wichtig ist das eigene Wahrnehmungs- und Interpretationsmuster einen Einfluss auf Gef\u00fchle haben, ebenso automatische Gedanken. Allerdings k\u00f6nnen auch Gef\u00fchle die nicht explizit erkl\u00e4rbar sind ebenfalls Gedanken ausl\u00f6sen (\u201ewas passiert hier\u201c), z.B.: Panikst\u00f6rung<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"679\" src=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Horizontale-und-vertikale-Verhaltensanalyse-1-1024x679.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-45\" srcset=\"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Horizontale-und-vertikale-Verhaltensanalyse-1-1024x679.png 1024w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Horizontale-und-vertikale-Verhaltensanalyse-1-300x199.png 300w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Horizontale-und-vertikale-Verhaltensanalyse-1-768x510.png 768w, https:\/\/handbook.cbt2go.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Horizontale-und-vertikale-Verhaltensanalyse-1.png 1233w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a><\/a><a>Abbildung <\/a>15: Horizontale und vertikale Verhaltensanalyse<\/p>\n\n\n\n<p>Das entscheidende ist jeweils ein Modell (Abbildung 15: Horizontale und vertikale Verhaltensanalyse)&nbsp; auszuw\u00e4hlen welches f\u00fcr den Patienten passt. Das Vorhandensein mehrere Modi nach Young kann f\u00fcr Patienten mit einer emotional instabilen Pers\u00f6nlichkeit (vor allem vom Borderline Typ) entlastend wirken, aber f\u00fcr jemand mit hohem Funktionsniveau eher befremdlich sein. Ebenso sind Begrifflichkeiten wie Schemata, ob nach Young, Grawe oder Greenberg oft zu abstrakt um Patienten ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihre Probleme zu vermitteln. Darum immer das Modell mit der besten Passung und so einfach wie m\u00f6glich und so komplex wie n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<p>Literatur:<\/p>\n\n\n\n<p>Bartlett FC (1932). <em>Remembering. <\/em>Cambridge: Cambridge University Press.<\/p>\n\n\n\n<p>Beck AT (1976). <em>Cognitive therapy and the emotional disorders<\/em>. New York: International Universities Press.<\/p>\n\n\n\n<p>Beck, J.S. (2013). <em>Praxis der Kognitiven Therapie<\/em>. Weinheim: Beltz.<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar F (1996). <em>Beziehungen und Probleme verstehen<\/em>. Bern: Huber.<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar, F. (2007). <em>Beziehungen und Probleme verstehen &#8211; Eine Einf\u00fchrung in die psychotherapeutische Plananalyse<\/em>. Bern: Huber.<\/p>\n\n\n\n<p>Epstein, S. (1990). Cognitive-experiental self-theory. In L.A. Pervin (Hrsg.), Handbook of personality: Theory and research (S. 165-192). New York: Guilford.<\/p>\n\n\n\n<p>Grawe K, Caspar F (1984) <em>Die Plananalyse als Konzept und Instrument f\u00fcr die Psychotherapieforschung<\/em>. In: Baumann U (Hrsg.). Psychotherapieforschung. Makro- und Mikroperspektiven. G\u00f6ttingen: Hogrefe.<\/p>\n\n\n\n<p>Grawe, K. (2000). Psychologische Therapie. G\u00f6ttingen: Hogrefe<\/p>\n\n\n\n<p>Greenberg L (2011). <em>Emotionsfokussierte Therapie<\/em>. M\u00fcnchen: Ernst Reinhard Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Kanfer FH, Reinecker H, Schmelzer D (1996). <em>Selbstmanagement-Therapie<\/em>. Berlin: Springer.<\/p>\n\n\n\n<p>Lammers CH (2011). <em>Emotionsbezogene Psychotherapie: Grundlagen, Strategien und Techniken<\/em>. Stuttgart: Schattauer<\/p>\n\n\n\n<p>Parfy E, Schuch B, Lenz G (2016). <em>Verhaltenstherapie: Moderne Ans\u00e4tze f\u00fcr Theorie und Praxis, 2.Auflage<\/em>. Wien: Facultas\/UTB.<\/p>\n\n\n\n<p>Piaget J (1936). <em>The origin of intelligence in children<\/em>. New York: International Universities Press. (Dt.: Das Erwachen der Intelligenz beim Kinde. Stuttgart: Klett-Cotta, 1975.)<\/p>\n\n\n\n<p>Piaget J (1967). <em>Biologie et connaissance<\/em>. Edition Gallimard. (Dt.: Biologie und Erkenntnis. Frankfurt am Main: Fischer, 1992.)<\/p>\n\n\n\n<p>Roediger, E. (2011). <em>Praxis der Schematherapie: Lehrbuch zu Grundlagen, Indikationen, Kommunikation, Vorgehen<\/em>. Stuttgart: Schattauer.<\/p>\n\n\n\n<p>Schuch B. (2000) Schemata, kognitive. In: Stumm G., Pritz A. (eds) W\u00f6rterbuch der Psychotherapie. Springer, Vienna<\/p>\n\n\n\n<p>Young, J.E., Klosko, J.S., Weishaar, M.E. (2008). <em>Schematherapie.<\/em> Paderborn: Junfermann.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Das (K) bezieht sich auf die Kontingenz, also&nbsp; das Auftreten und sie Wahrscheinlichkeit von Verst\u00e4rkern. Wird ein verhalten also intermittierend\/unregelm\u00e4\u00dfig oder st\u00e4ndig verst\u00e4rkt. R steht f\u00fcr Response, also Antwortverhalten und C f\u00fcr Consequenz aus dem englischen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rafael Rabenstein rafael@rabenstein.net Verhaltenstherapie ist neben einem st\u00f6rungsspezifischen Zugang, immer eine personalisierte, bzw. individualisierte Therapie. Zentraler Bestandteil dieses Zuganges ist die verhaltenstherapeutische Diagnostik, die Problemanalyse. 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