{"id":272,"date":"2023-08-09T20:32:42","date_gmt":"2023-08-09T19:32:42","guid":{"rendered":"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/?page_id=272"},"modified":"2023-08-09T20:32:43","modified_gmt":"2023-08-09T19:32:43","slug":"die-posttraumatischen-belastungsstoerung-feistauer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/handbook.cbt2go.net\/index.php\/die-posttraumatischen-belastungsstoerung-feistauer\/","title":{"rendered":"Die posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung (Feistauer)"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Dr. Ernst Feistauer<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Traumabehandlung, Ans\u00e4tze am Beispiel der PTBS<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Begleitung von Menschen, die eine traumatisierende Erfahrung gemacht haben und vielleicht auch aktuell nach objektiven und subjektiven Kriterien noch bedrohlichen Situationen ausgesetzt sind, ist eine besonders herausfordernde, aber auch sehr lohnende Aufgabe der Psychotherapie, hier kann sehr viel Leid aufgefangen und gemildert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst, wenn Sie sich nicht f\u00fcr das Spezialgebiet der Psychotraumatologie entschieden haben, ist es doch hilfreich, sich mit den Ph\u00e4nomenen der Traumatisierungen auseinandergesetzt zu haben, denn auch in sogenannten herk\u00f6mmlichen Therapiesituationen kann es vorkommen, dass bisher nicht bewusste Verletzungen aktualisiert werden. Zudem wird die Anzahl von Betroffenen, die Kriegs-, Folter- und Fluchterfahrungen durchleben mussten, und nun Hilfe in Institutionen suchen und auch dringend ben\u00f6tigen, weiter steigen. Grundlegende Kenntnisse der Traumatherapie und praktische F\u00e4higkeiten sollten sich also jedenfalls im Repertoire finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Herausfordernd ist diese therapeutische Begegnung nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die Betroffenen. Die Bew\u00e4ltigung von Traumafolgest\u00f6rungen, die Bearbeitung des Traumas an sich und letztlich die Integration des Erlebten in die eigene Biografie verlangt sehr viel Mut und sehr viel Vertrauen. Vertrauen bedeutet in diesem Zusammenhang die F\u00e4higkeit, die Kontrolle \u00fcber seine Verletzbarkeiten aufzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Erkl\u00e4rungsmodelle f\u00fcr die Entstehung einer PTBS gibt es viele, aus unterschiedlichen Schulen und Denkmodellen. Daher gibt es mittlerweile auch sehr viele, gut dokumentierte und sehr wirksame Behandlungs\u2013Methoden und Interventionen aus verschiedenen Ans\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgenden Ausf\u00fchrungen orientieren sich an den Modellen aus der Tradition und den Entwicklungen der Verhaltenstherapie. Die mit dem Klienten abgestimmte Auswahl der Methoden in der individuellen Therapie bleibt aber &#8211; wie immer &#8211; freies Kalk\u00fcl.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Aufbau dieses Beitrages:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>V.9.1.Theoretischer Teil:<\/p>\n\n\n\n<p>Traumadefinition<\/p>\n\n\n\n<p>Diagnostik<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6gliche Erkl\u00e4rungsmodelle der PTBS<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Faktoren-Theorie, Mowrer<\/p>\n\n\n\n<p>Trauma und Hirnfunktionen<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziationen als Folge von Traumatisierungen, Ausformungen<\/p>\n\n\n\n<p>Durch Taumata verletzte Grundannahmen<\/p>\n\n\n\n<p>Kognitionen \/ Emotionen \/ Interpretationen<\/p>\n\n\n\n<p>V.9.2. Praktischer Teil<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzliches<\/p>\n\n\n\n<p>Methodik:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Stabilisierung<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Traumabearbeitung<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kognitive Umstrukturierung<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; PE Prolongierte Exposition<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; EMDR Eye Movement Desensitization and Reprocessing<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Praktisches Vorgehen bei dissoziativen St\u00f6rungen<\/p>\n\n\n\n<p>Integration&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V.9.1. Traumadefinition:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff Trauma bedeutet eigentlich Verletzung oder Wunde, und stammt urspr\u00fcnglich aus dem medizinischen Bereich.<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand eines Beispiels einer k\u00f6rperlichen Verletzung kann man das gut erkl\u00e4ren:<\/p>\n\n\n\n<p>unser K\u00f6rper ist darauf ausgelegt und durchaus in der Lage, leichtere Verletzungen ohne langdauernde Sch\u00e4den zu kompensieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir aber Verletzungen erleiden, die den Reizschutz, also die Kompensationsm\u00f6glichkeit des Organismus, durchbrechen, erleiden wir ein Trauma, vom Bluterguss bis hin zu einer Fraktur bis hin zu lebensgef\u00e4hrdenden Wunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Bild kann man auf die Betrachtung seelischer Traumatisierungen \u00fcbertragen, und der Traumabegriff ist mittlerweile auch sehr weit gefasst. Eine nachhaltige Ersch\u00fctterung ist gegeben, wenn unser psychischer Reizschutz durchbrochen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein psychisches Trauma kann also als ein `Diskrepanzerlebnis\u00b4 zwischen einer bedrohlichen Situation und den jeweiligen aktuellen individuellen Bew\u00e4ltigungsm\u00f6glichkeiten definiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sind also die genaueren Bedingungen f\u00fcr eine psychische Traumatisierung definiert:<\/p>\n\n\n\n<p>es handelt sich um ein oder mehrere Ereignisse, wobei die Bedrohung aus einer als lebensbedrohlich wahrgenommenen Situation oder mehrerer solcher Situationen bestand. In der Situation ging es um Tod, drohenden Tod oder eine Verletzung, es bestand Gefahr f\u00fcr die k\u00f6rperliche Unversehrtheit \u2013 und zwar f\u00fcr sich oder aber auch f\u00fcr Andere.<\/p>\n\n\n\n<p>Die unmittelbare Reaktion auf das Ereignis beinhaltet: intensive Furcht und Entsetzen und das Gef\u00fchl von Hilflosigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kriterien sind also: Intensit\u00e4t, Dauer, Frequenz und subjektive Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Man unterscheidet weiters zwischen einem Stresstrauma ( Typ I Trauma ), wobei der Stressor in einem meist einmaligen, pl\u00f6tzlichen, unkontrollierbaren, oft mit Todesangst erlebten Ereignis im Erwachsenenalter besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Entwicklungstrauma ( Typ II Trauma ) liegt vor, wenn der Stressor in wiederholten, verschiedenen Einzelereignissen besteht. Der Verlauf und der Ausgang ist nicht vorhersehbar, erstreckt sich meist \u00fcber eine l\u00e4ngere Dauer, der Beginn liegt meist im Kindesalter.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere und sehr wesentliche Unterscheidung f\u00fcr die Auswirkungen und die Behandlung ergibt sich daraus, ob das Trauma durch einen Unfall oder ein Ungl\u00fcck (z.B. Naturkatastrophe) hervorgerufen wurde, oder ob das traumatische Erleben durch einen Menschen verursacht oder zugef\u00fcgt wurde, sogenannte `man \u2013 made desaster\u00b4.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade in dieser Kategorie (man-made) wird sehr deutlich, dass die k\u00f6rperlichen und emotionalen Reaktionen von Betroffenen beispielsweise auf Gewalt, Verfolgung und Folter im Einklang mit unseren physiologischen M\u00f6glichkeiten und Ausstattungen verlaufen, also im Grunde so vorgesehen sind. Schmerz und Angst bewirken nat\u00fcrliche Abwehrreaktionen.&nbsp; Aber zus\u00e4tzlich zu diesem Erleben erfahren die Betroffenen zumeist eine tiefe und auch dauerhafte Ersch\u00fctterung ihres Weltbildes.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist jeweils zu \u00fcberlegen und zu kl\u00e4ren, ob die Traumatisierung und die Traumafolgen durch das Ereignis an sich verursacht wurden, oder durch die Art und Weise und vor Allem &#8211; durch wen &#8211; das Ereignis verursacht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Erleiden eines Traumas bedeutet jedoch nicht, dass eine Betroffene automatisch eine PTBS entwickeln m\u00fcsste!<\/p>\n\n\n\n<p>Daher ergibt sich die Frage: wie kommt es, dass verschiedene Menschen auf Belastungen st\u00e4rker oder auch weniger stark reagieren als andere?<\/p>\n\n\n\n<p>Im Wesentlichen h\u00e4ngt das von zwei Komponenten ab, n\u00e4mlich von der Vulnerabilit\u00e4t und den Resilienzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vulnerabilit\u00e4t bedeutet Verletzlichkeit und ist von Faktoren abh\u00e4ngig wie Alter, Geschlecht, Sozialisierung, der Art der Belastung, Vorerfahrungen und \u00c4hnlichem.<\/p>\n\n\n\n<p>Resilienz hingegen umschreibt die F\u00e4higkeiten, sich trotz gravierender Belastungen oder widriger Lebensumst\u00e4nde psychisch gesund zu entwickeln und sogar noch st\u00e4rker zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Vulnerabilit\u00e4ten und Resilienzen befinden sich also in einem jeweils kontextabh\u00e4ngigem Wechselspiel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Diagnostik<\/u>:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die bisherige Definition der PTBS im ICD \u2013 10, F 43.1 wird durch die neue Version ICD \u2013 11 in einigen Punkten erweitert:<\/p>\n\n\n\n<p>Stresstrauma: der Stressor ist ein extrem bedrohliches oder entsetzliches Ereignis oder eine Reihe von Ereignissen<\/p>\n\n\n\n<p>Entwicklungstrauma: der Stressor ist ein extrem bedrohliches oder entsetzliches Ereignis oder eine Reihe von Ereignissen, meistens l\u00e4ngerdauernde oder wiederholte Ereignisse, bei denen Flucht schwierig oder unm\u00f6glich war (z.B. Folter, Sklaverei, Genozidversuche, l\u00e4ngerdauernde h\u00e4usliche Gewalt, wiederholter sexueller oder k\u00f6rperlicher Kindesmi\u00dfbrauch)<\/p>\n\n\n\n<p>Ein neuer Aspekt ist, dass auch Menschen, die nicht unmittelbar selbst bedroht worden sind, auch posttraumatische St\u00f6rungen erleiden k\u00f6nnen (Polizisten, Rettungskr\u00e4fte, Zugf\u00fchrer u.a.)<\/p>\n\n\n\n<p>Die bisher bestehenden weiteren Hauptkriterien der posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung ICD \u2013 10, F 43.1 sind im Wesentlichen unver\u00e4ndert geblieben. Wiedererleben, Vermeiden und erh\u00f6hte Wachsamkeit m\u00fcssen weiterhin f\u00fcr die Diagnose der PTBS erf\u00fcllt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Einzelnen:<\/p>\n\n\n\n<p>Wiedererleben des traumatischen Erlebnisses oder der traumatischen Erlebnisse in der Gegenwart in Form von lebhaften intrusiven Erinnerungen, Flashbacks, Albtr\u00e4umen, typischerweise verbunden mit starken und \u00fcberflutenden Emotionen wie Angst oder Horror und starken k\u00f6rperlichen Empfindungen, oder Gef\u00fchlen von \u00dcberflutung oder Versunkensein mit den gleichen intensiven Emotionen wie w\u00e4hrend des traumatischen Ereignisses.<\/p>\n\n\n\n<p>Vermeidung von Gedanken und Erinnerungen an das Ereignis, oder Vermeidung von Aktivit\u00e4ten, Situationen oder Menschen in Verbindung mit dem Ereignis oder den Ereignissen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbererregung: Persistierende Wahrnehmung erh\u00f6hter gegenw\u00e4rtiger Gefahr, zum Beispiel mit Hypervigilanz oder verst\u00e4rkter Schreckhaftigkeit auf Reize wie unerwartete Ger\u00e4usche.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Symptome m\u00fcssen mindestens \u00fcber mehrere Wochen auftreten und wesentliche Einbu\u00dfen in verschiedenen Lebensbereichen beinhalten (pers\u00f6nlich, Familie, Soziales, Ausbildung, Arbeit, oder andere).<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich zur PTBS wird im ICD \u2013 11 die Komplexe Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung eingef\u00fchrt. Hier wurde dem Umstand Rechnung getragen, dass es repetitive Gewalterfahrungen (z.B. organisierte sexualisierte Gewalt, Inzest \u00fcber Jahre etc.) und deren besondere posttraumatische Folgen gibt. Wiederholte traumatische Erfahrungen verursachen besondere psychische Folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die St\u00f6rung ist charakterisiert durch die Kernsymptome der PTBS, wie sie bisher beschrieben werden. Alle diagnostischen Bedingungen f\u00fcr eine PTBS waren im Verlauf der St\u00f6rung einmal erf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich ist die kPTBS charakterisiert durch: schwere und tiefgreifende Probleme der Affektregulation, andauernde Ansichten \u00fcber sich selbst als vermindert, unterlegen oder wertlos, verbunden mit schweren und tiefgreifenden Gef\u00fchlen von Scham, Schuld oder Versagen in Verbindung mit dem traumatischen Ereignis und andauernde Schwierigkeiten in tragenden Beziehungen oder im Gef\u00fchl der N\u00e4he zu Anderen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Erlebnis, das tief verst\u00f6rend ist, f\u00fchrt zu einer akuten Belastungsreaktion, nat\u00fcrlich auch mit k\u00f6rperlichen Symptomen, wie erh\u00f6hte Herzfrequenz, Schwei\u00dfausbr\u00fcche, Zittern, Mundtrockenheit etc.<\/p>\n\n\n\n<p>Psychische Symptome wie die genannten, die unmittelbar nach traumatischen Ereignissen auftreten, sind ebenfalls eine v\u00f6llig normale Erscheinung, die bei den meisten Betroffenen im Laufe der Zeit aber abklingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bleiben diese Symptome innerhalb von sechs Monaten nach dem Belastungsereignis allerdings bestehen, werden sie chronisch und beeintr\u00e4chtigen die Alltagsfunktionsf\u00e4higkeit in erheblichem Ma\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn diese beiden Kriterien nun zusammentreffen, also ein traumatisches Ereignis einerseits und die anhaltenden, beschriebenen Symptome andererseits, wird man die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung in Betracht ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenfassung:<\/p>\n\n\n\n<p>Im Wesentlichen geht es bei der PTBS und der kPTBS also um folgende Kriterien:<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Trauma wurde erlebt (ausgel\u00f6st durch einen Stressor)<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gef\u00fchl von Hilflosigkeit wurde erlebt<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt ein lebhaftes Wiedererinnern<\/p>\n\n\n\n<p>Es zeigt sich psychische und physische Erregung<\/p>\n\n\n\n<p>Es haben sich Vermeidungshandlungen etabliert<\/p>\n\n\n\n<p>Der Faktor Zeit spielt eine Rolle<\/p>\n\n\n\n<p>Abgrenzung der PTBS zu anderen Traumafolgest\u00f6rungen ( ICD \u2013 10 ):<\/p>\n\n\n\n<p>Akute Belastungsst\u00f6rung&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; F 43.0&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Anpassungsst\u00f6rungen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; F 43.2<\/p>\n\n\n\n<p>Pers\u00f6nlichkeitsver\u00e4nderung nach Extrembelastung&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; F 62.0&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere, h\u00e4ufige andere Probleme bei PTBS sind: Depressionen, andere Angstst\u00f6rungen, Partnerschaftsprobleme, sexuelle Funktionsst\u00f6rungen, Substanzmissbrauch, k\u00f6rperliche Beschwerden \/ Somatisierungsst\u00f6rungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>M\u00f6gliche Erkl\u00e4rungsmodelle einer PTBS<\/u>:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie k\u00f6nnen wir verstehen, dass ein Ereignis oder eine Reihe von Ereignissen, ein Leben so nachhaltig ver\u00e4ndern?&nbsp; Die Art und Weise, wie wir in der Psychotherapie \u00fcber ein Problem in unserem sozio \u2013 kulturellem Umfeld nachdenken und es definieren, hat nat\u00fcrlich Auswirkungen darauf, wie wir das Problem bew\u00e4ltigen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die eigentliche Arbeitsgrundlage mit den Betroffenen besteht aber darin zu erkunden, wie sich die PatientInnen selbst die Ursachen ihrer Schwierigkeiten erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Zwei &#8211; Faktoren \u2013 Theorie<\/u><\/strong>, Mowrer 1960<\/p>\n\n\n\n<p>Die PTBS wird den Angstst\u00f6rungen zugerechnet. Nach der Theorie von Mowrer repr\u00e4sentiert der erste Faktor die klassische Konditionierung: ein zun\u00e4chst neutraler Reiz (beliebig) wird durch das zeitliche und r\u00e4umliche Nahverh\u00e4ltnis zum Traumageschehen mit einem Aspekt der traumatisierenden Situation assoziiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies kann im ung\u00fcnstigsten Fall zu einer Generalisierung der Reaktion auf verschiedene Reize f\u00fchren, die mit der Traumatisierung gekoppelt waren oder assoziiert wurden (klassische Konditionierung).<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Faktor besteht in der operanten Konditionierung: die Vermeidung von angstausl\u00f6senden Reizen f\u00fchrt zur sogenannten negativen Verst\u00e4rkung, da ein negativer Zustand unterbrochen wird. Durch die Vermeidung `f\u00fchlt es sich leichter an\u00b4. Eine sogenannte ` L\u00f6schung \u00b4 der Konditionierung wird dadurch unwahrscheinlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der hohe Leidensdruck entsteht also in dem Spannungsfeld zwischen dem lebhaftem Wiedererleben einerseits und den verzweifelten Versuchen andererseits, diese Intrusionen zu vermeiden!<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Behandlung von Angsterkrankungen ist diese Theorie sehr hilfreich, denn sie ist sehr einfach und eindr\u00fccklich Bei einer PTBS finden wir allerdings h\u00f6chst komplexe Wiedererlebensph\u00e4nomene, die mit dieser Theorie alleine nicht erkl\u00e4rbar werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Ph\u00e4nomen der PTBS besteht beispielswiese in einem verst\u00e4rkten Auftreten von bedrohlichen intrusiven Erinnerungen, gleichzeitig zeigen sich aber oft auch Teil \u2013 Amnesien in Bezug auf die traumatischen Ereignisse bzw. deren Chronologie.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass unser Ged\u00e4chtnis und die Art der Verarbeitung von Erlebnissen in unserem Ged\u00e4chtnis einen sehr gro\u00dfen Einfluss auf die Entwicklung einer PTBS haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Trauma und Hirnfunktionen<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In lebensbedrohlichen Situationen haben wir `stammesgeschichtlich\u00b4 prinzipiell zwei M\u00f6glichkeiten, um die Gefahr zu bew\u00e4ltigen: fliehen oder k\u00e4mpfen. Wenn beides nicht m\u00f6glich ist (oder scheint), wird eine Art Totstell \u2013 Reflex ausgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zustand werden die Prozesse auf ein basales Verarbeitungs \u2013 Niveau reduziert, die Wahrnehmungen gelangen vom Hirnstamm in das limbische System, Stresshormone werden freigesetzt aber eine Weiterleitung an h\u00f6here Gehirnregionen (Gro\u00dfhirn) wird weitgehend unterbrochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Analysieren, Ordnen, Verkn\u00fcpfen mit bisher Erlebtem oder Bekanntem kann nicht stattfinden. Es ist keine Logik ableitbar, selbst das Sprachzentrum wird teilweise blockiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus erkl\u00e4rt sich, dass viele Betroffene das, was sie erlebt haben, nicht in Worte fassen k\u00f6nnen und oftmals auch Ged\u00e4chtnisl\u00fccken hinsichtlich der Chronologie der Geschehnisse aufweisen. Einer sprachlichen Auseinandersetzung mit dem Erlebten sind daher bereits auf neurobiologischer Ebene Hindernisse in den Weg gelegt. In einer therapeutischen Beziehung gemeinsam Worte oder auch Symbole zu finden kann also schon ein erster, wichtiger Schritt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein guter weiterer Schritt w\u00e4re es, wenn es den PatientInnen wieder gelingt, voll und ganz und vor Allem sicher in der Gegenwart zu leben. Damit dies gelingen kann, ist es notwendig, die Gehirnstrukturen, die w\u00e4hrend eines traumatischen Erlebnisses `abgeschaltet\u00b4 waren, zu reaktivieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem psychischen Trauma ist unser Gehirn \u00fcberfordert. Die Ereignisse k\u00f6nnen nicht geordnet verarbeitet und gespeichert werden, sondern werden ungeordnet in verschiedenen Regionen unseres Gehirns zwischengelagert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die unvollst\u00e4ndige Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse hat nachhaltige Konsequenzen f\u00fcr die Betroffenen \u2013 unverarbeitete Traumatisierungen f\u00fchren zum Wiedererleben von starken Emotionen und K\u00f6rperempfindungen, welche \u2013 ausgel\u00f6st durch `Trigger\u00b4 &#8211; den Eindruck vermitteln, dass das Trauma nochmal im `hier und jetzt\u00b4 stattfindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Versteht man die beim Trauma ablaufenden Prozesse im Gehirn, so werden auch die Symptome der PTBS verst\u00e4ndlicher. Wahrscheinlich sind sie deswegen zwar nicht weniger belastend aber vielleicht etwas besser anzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Verarbeitung des Traumas ist es also notwendig, dass das traumatische Ereignis in einen Gesamtzusammenhang gebracht und in die eigene Biografie eingeordnet werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Dissoziationen als Folge einer Traumatisierung<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen, worum es sich bei dissoziativen Ph\u00e4nomenen handelt, m\u00fcssen wir uns zun\u00e4chst mit dem Begriff der Integration befassen: in unserem Kontext kann man die Integration als Vereinheitlichung all unserer Pers\u00f6nlichkeitsaspekte zu einem Ganzen verstehen, das auf koh\u00e4rente Weise funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben die nat\u00fcrliche Tendenz und auch die F\u00e4higkeit, unsere Erfahrungen zu einer zusammenh\u00e4ngenden, vollst\u00e4ndigen Lebensgeschichte zu integrieren und ein stabiles Gef\u00fchl unseres Selbst zu entwickeln. Diese F\u00e4higkeit hilft uns dabei, die Gegenwart von der Vergangenheit zu unterscheiden und erm\u00f6glicht uns auch, in der Gegenwart verankert zu bleiben, selbst wenn wir an die Vergangenheit zur\u00fcckdenken oder an die Zukunft denken.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst- Gef\u00fchl<\/p>\n\n\n\n<p>Je sicherer und zuverl\u00e4ssiger die emotionale und \u00e4u\u00dfere Umwelt ist, desto besser kann sich diese Integrationsf\u00e4higkeit entwickeln. Wir lernen also nach und nach, unsere Lebenserfahrungen mit unserem Selbstgef\u00fchl in Verbindung zu bringen. Mit anderen Worten: wir gewinnen eine Vorstellung von dem wer wir sind, und k\u00f6nnen unsere Erfahrungen als integralen Bestandteil unserer Biographie in unsere Lebensgeschichte einf\u00fcgen. Letztlich ist das Selbstgef\u00fchl Teil der Pers\u00f6nlichkeit und bleibt in unterschiedlichsten Situationen erhalten: ich bin ich, und all meine Gedanken, Gef\u00fchle, Verhaltensweisen, Empfindungen und Erinnerungen geh\u00f6ren zu mir.<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziation<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wir bereits geh\u00f6rt haben, k\u00f6nnen traumatische Erlebnisse oft nicht in unserem chronologischen Ged\u00e4chtnis verarbeitet werden. Dissoziationen resultieren aus einer schweren St\u00f6rung der Integrationsf\u00e4higkeit, die letztlich unsere Pers\u00f6nlichkeit in Mitleidenschaft zieht und auch ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispielsweise k\u00f6nnen Traumatisierungen im Kindesalter die F\u00e4higkeit, Erfahrungen zu einer koh\u00e4renten, in sich stimmigen Lebensgeschichte zu integrieren, drastisch herabsetzen, denn in den ersten Lebensjahren ist diese Integrationsf\u00e4higkeit noch wesentlich begrenzter und noch nicht ausgereift.<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziation kann man so erkl\u00e4ren, als ob wir eine Erfahrung als eigene Erfahrung anerkennen und gleichzeitig auch nicht. Erinnerungen, Gedanken, Gef\u00fchle etc. werden als fremd und untypisch erlebt, also als etwas, was gar nicht zu der eigenen Pers\u00f6nlichkeit geh\u00f6rt. Als Folge f\u00fchlen sich Menschen mit einer dissoziativen St\u00f6rung nicht in sich integriert sondern fragmentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziierte Pers\u00f6nlichkeitsanteile<\/p>\n\n\n\n<p>Abgespaltene Selbstgef\u00fchle und Reaktionsmuster werden also als dissoziierte Pers\u00f6nlichkeitsanteile bezeichnet. So kann z.B. eine Person, die an einer dissoziativen St\u00f6rung leidet, den Eindruck haben, dass bestimmte qualvolle Erinnerungen nicht die eigenen seien. Diese fehlende Realisation, dieses `Nicht-Ich\u00b4- Erleben, ist das eigentliche Charakteristikum dissoziativer St\u00f6rungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziation als M\u00f6glichkeit, bedrohliche Situationen zu \u00fcberstehen<\/p>\n\n\n\n<p>Folteropfer berichten oft, dass sie das Gef\u00fchl hatten, ihren K\u00f6rper verlassen zu haben und sich selbst von Au\u00dfen beobachtet h\u00e4tten. Abspaltungen in schweren psychischen und physischen Momenten erf\u00fcllen also auch einen durchaus sinnvollen Zweck. Problematisch wird es nat\u00fcrlich, wenn ein Anteil der Pers\u00f6nlichkeit in jener Situation `steckenbleibt\u00b4, der Anteil in der Traumazeit lebt und immer wieder durch Trigger aktiviert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6gliche Ausformungen:<\/p>\n\n\n\n<p>Voraussetzung f\u00fcr das Feststellen einer dissoziativen St\u00f6rung ist, dass keine k\u00f6rperliche Krankheit nachgewiesen werden kann, welche die Symptome erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziative Amnesie<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der dissoziativen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amnesie\">Amnesie<\/a> fehlen der betreffenden Person ganz oder teilweise Erinnerungen an ihre Vergangenheit, vor allem an belastende oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trauma_(Psychologie)\">traumatische<\/a> Ereignisse. Die Amnesie geht weit \u00fcber das Ma\u00df der normalen Vergesslichkeit hinaus, d.&nbsp;h. dauert l\u00e4nger an oder ist st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es k\u00f6nnen sich auch Erinnerungen vermischen und dadurch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erinnerungsverf%C3%A4lschung\">verf\u00e4lscht<\/a> werden. Der Betroffene kann dann nicht unterscheiden, ob Erinnerungen wahr sind oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziative Fugue<\/p>\n\n\n\n<p>Unter einer dissoziativen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Poriomanie\">Fugue<\/a> wird das unerwartete Weggehen von der gewohnten Umgebung verstanden. Die Reise ist \u00e4u\u00dferlich normal organisiert, die Selbstversorgung bleibt weitgehend erhalten. Gelegentlich besteht Verwirrung \u00fcber die eigene Identit\u00e4t oder eine andere Identit\u00e4t wird angenommen. Wenn dies der Fall ist, dann ist die neue Identit\u00e4t meist durch mehr Geselligkeit und weniger Zur\u00fcckhaltung gekennzeichnet. Die Dauer kann einige Stunden bis hin zu mehreren Tagen betragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziativer Stupor<\/p>\n\n\n\n<p>Beim dissoziativen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stupor\">Stupor<\/a> sind willk\u00fcrliche Bewegungen, Sprache sowie die normale Reaktion auf Licht, Ger\u00e4usche und Ber\u00fchrung vermindert oder fehlen ganz. Die normale Muskelspannung, aufrechte K\u00f6rperhaltung und Atmung sind jedoch erhalten, die Koordination der Augenbewegungen ist h\u00e4ufig eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitverzerrungen<\/p>\n\n\n\n<p>Die Betroffenen haben das Gef\u00fchl, dass die Zeit viel zu langsam oder viel zu schnell vergeht. Manche Pers\u00f6nlichkeitsanteile sind desorientiert und k\u00f6nnen nicht angeben, wo sie sich r\u00e4umlich, zeitlich befinden, bzw. glauben, sie bef\u00e4nden sich noch in der Vergangenheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziative Bewegungsst\u00f6rungen<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dissoziativen Bewegungsst\u00f6rungen kommt es entweder zu einem Verlust oder einer Einschr\u00e4nkung der Bewegungsf\u00e4higkeit oder der Sprache, zu Koordinationsst\u00f6rungen, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ataxie\">Ataxie<\/a> oder der Unf\u00e4higkeit, ohne Hilfe zu stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziative Krampfanf\u00e4lle<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dissoziativen Krampfanf\u00e4llen kommt es zu pl\u00f6tzlichen und unerwarteten krampfartigen Bewegungen, die einem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Epilepsie\">epileptischen<\/a> Anfall \u00e4hnlich sein k\u00f6nnen. Es kommt allerdings nicht zum Bewusstseinsverlust. Stattdessen ist jedoch ein stupor- oder trance\u00e4hnlicher Zustand m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziative Sensibilit\u00e4ts \u2013 und Empfindungsst\u00f6rungen<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den dissoziativen Sensibilit\u00e4ts- und Empfindungsst\u00f6rungen liegt ein teilweiser oder vollst\u00e4ndiger Verlust der normalen Hautempfindungen (ein K\u00f6rperteil oder am ganzen K\u00f6rper) oder des Seh-, H\u00f6r- oder Riechverm\u00f6gens vor.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dissoziative_Identit%C3%A4tsst%C3%B6rung\">Dissoziative Identit\u00e4tsst\u00f6rung<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Es sind zwei oder mehrere getrennte Identit\u00e4ten oder Pers\u00f6nlichkeitszust\u00e4nde vorhanden, die im Wechsel das Verhalten desselben Menschen bestimmen. Abzugrenzen ist diese St\u00f6rung von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Psychose\">psychotischen<\/a> Erkrankungen, wie beispielsweise einer <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schizophrenie\">Schizophrenie<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Depersonalisation\">Depersonalisation<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Hierbei handelt es sich um eine Ver\u00e4nderung der Selbstwahrnehmung: die Person f\u00fchlt sich fremd im eigenen K\u00f6rper \u2013 sie beobachtet sich von au\u00dfen. Dabei reagieren die Personen v\u00f6llig angemessen auf ihre Umwelt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Derealisation\">Derealisation<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei wird durch ein Gef\u00fchl der Unwirklichkeit die Umwelt als fremd oder ver\u00e4ndert wahrgenommen. Sowohl Depersonalisation als auch Derealisation sind selten isoliert. Meist treten sie als ein Symptom anderer St\u00f6rungen auf, z.&nbsp;B. im Zusammenhang von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panikattacke\">Panikattacken<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Fremdheits \u2013 und Unwirklichkeitssymptome sind manchmal an Pers\u00f6nlichkeitsanteile gekoppelt, die in einer Zeit der Traumatisierung leben, das hei\u00dft, sie k\u00f6nnen zwischen Vergangenheit und Gegenwart nicht unterscheiden und k\u00f6nnen sich selbst und die Umwelt daher nicht als vertraut empfinden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Durch Traumata verletzte Grundannahmen<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Grundannahmen sind die Summe unseres bewu\u00dften und unbewu\u00dften `Wissens\u00b4 \u00fcber die Welt, d.h. unsere Grundannahmen formulieren das Bild, das wir von der Welt haben, und sie bestimmen unser Denken, F\u00fchlen und Handeln. Naturgem\u00e4\u00df ist dieses Wissen sehr individuell und kann aus ganz unterschiedlichen Quellen gespeist werden: der Philosophie, der Psychologie, der Soziologie, der Empirie (Bindungstheorien, Erziehung, Rollen &#8211; Modelle) und nat\u00fcrlich der Religion etc. Wiewohl Grundannahmen eine sehr pers\u00f6nliche Konstruktion sind, gibt es aber \u00fcber alle Kulturkreise hinweg gewisse Schnittmengen.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann sich daher den Auswirkungen von Traumata im ersten Schritt gut ann\u00e4hern, wenn man sich verdeutlicht, dass fast jede traumatische Erfahrung unsere Grundannahmen tief verletzt, deren G\u00fcltigkeit wir alle als selbstverst\u00e4ndlich voraussetzen. Mit diesen impliziten (automatisch ablaufenden) Grundannahmen konnten wir uns durch den Alltag bewegen, ohne jede Situation neu bewerten zu m\u00fcssen. Doch durch ein Trauma kann unser Weltbild zutiefst und nachhaltig ersch\u00fcttert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ersch\u00fctterte Grundannahmen k\u00f6nnten beispielsweise sein:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Glaube an die eigene Unantastbarkeit<\/p>\n\n\n\n<p>Die Welt hat eine verstehbare Ordnung (Kontrolle, Vorhersehbarkeit)<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin als Mensch wertvoll<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe ein Recht auf k\u00f6rperliche Unversehrtheit<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann anderen Menschen vertrauen<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich mich an Regeln halte, kann mir nichts passieren, ich bin zugeh\u00f6rig<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann im Wesentlichen mein Leben selbst bestimmen<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grad der Ersch\u00fctterung&nbsp; kann unterschiedlich stark sein, wie bei Naturkatastrophe oder beispielsweise bei einem Unfall. Ein von einem Menschen verursachtes Trauma, wie ein \u00dcberfall oder eine K\u00f6rperverletzung oder eine Mi\u00dfhandlung wird sich eher st\u00e4rker auswirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Am allerschwersten wirkt sich nat\u00fcrlich ein aggressiver, pers\u00f6nlicher k\u00f6rperlicher \u00dcbergriff aus, wenn der T\u00e4ter ein Partner, ein naher Verwandter oder gar ein Elternteil ist, also jemand, von dem ein Kind oder auch ein Erwachsener Zuwendung und Schutz erwarten d\u00fcrfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Kognitionen \/ Emotionen \/ Interpretationen<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Bedeutung kommt in vielen Modellen nat\u00fcrlich auch der kognitiven Verarbeitung der Traumaerlebnisse und in Folge deren Interpretation zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispielsweise ein `Sich-Aufgeben\u00b4 w\u00e4hrend einer sexuellen Gewalttat oder einer Folter oder politischen Inhaftierung beschreibt den wahrgenommenen Verlust jeglicher Autonomie, oft verbunden mit dem Gef\u00fchl, kein menschliches Wesen mehr zu sein. Personen, die sich in der Form aufgegeben haben, interpretieren h\u00e4ufig das Trauma als Beleg der negativen Sicht ihrer eigenen Person, dass sie wertlos seien und einen dauerhaften Schaden erlitten haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der kognitiven Ebene finden sich als Folge dysfunktionale Schlussfolgerungen, wie z.B:<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin selbst daran schuld<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe es vermutlich verdient<\/p>\n\n\n\n<p>Ich h\u00e4tte es verhindern k\u00f6nnen<\/p>\n\n\n\n<p>Ich h\u00e4tte mich anders verhalten k\u00f6nnen \/ sollen<\/p>\n\n\n\n<p>Das Trauma hat mich f\u00fcr immer ver\u00e4ndert<\/p>\n\n\n\n<p>Ich werde mich nie wieder Anderen nahe f\u00fchlen k\u00f6nnen<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich \u00fcber das Trauma spreche, werde ich zusammenbrechen etc.<\/p>\n\n\n\n<p>Emotionen:<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso bedeutsam sind nat\u00fcrlich die Emotionen, die bei den Betroffenen auftauchen, wenn sie an das Erlebnis zur\u00fcckdenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Momente, die bei den Erinnerungen die st\u00e4rksten Gef\u00fchle ausl\u00f6sen (`hot spots\u00b4) sollten genau erfragt werden, um ihre individuelle Bedeutung zu erfassen. Das gleiche gilt nat\u00fcrlich f\u00fcr Bilder, die immer wieder auftauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Art der vorherrschenden Emotionen (wie z.B.Schuldgef\u00fchle, \u00c4rger, Scham, Trauer oder Furcht) liefert Hinweise auf die zugrundeliegenden Interpretationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Emotion \/ m\u00f6gliche dysfunktionale Interpretation<\/p>\n\n\n\n<p>Schuld \u2013 ich bin f\u00fcr das Ereignis oder seinen Ausgang selbst verantwortlich<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4rger &#8211; es ist mir eine Ungerechtigkeit widerfahren, andere haben nachhaltig meine Sph\u00e4re verletzt<\/p>\n\n\n\n<p>Scham \u2013 ich habe Regeln durch mein eigenes Verhalten verletzt<\/p>\n\n\n\n<p>Trauer &#8211; ich habe etwas Bedeutsames unwiederbringlich verloren<\/p>\n\n\n\n<p>Furcht \u2013 \u00dcbergeneralisierungen von Gefahr<\/p>\n\n\n\n<p>Ekel \u2013 Ekelgef\u00fchle werden definiert als Abscheu bei Erwartung eines direkten Kontaktes mit einem als stark absto\u00dfend erlebten Objektes<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.9.2. Praktischer Teil<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzliches zur Therapie einer PTBS<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00fcnstig f\u00fcr den Verlauf einer PTBS&nbsp; ist eine zeitnahe und umfassende Behandlung in einer Psychotherapie. In aller Regel kann eine solche Therapie ambulant, gegebenenfalls mit medikament\u00f6ser Unterst\u00fctzung, erfolgen. Ein Klinikaufenthalt kann notwendig werden, wenn die Patientin beispielsweise unter schweren Depressionen leidet, eine akute psychotische St\u00f6rung oder akute Suizidgefahr besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig bei der Annamnese: eine Traumatherapie kann sinnvollerweise nur dann stattfinden, wenn die \/ der Betroffene keiner aktuellen Gefahr mehr ausgesetzt ist und auch emotional stabil genug ist, um sich mit den Themen auseinander zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rahmenbedingungen einer Therapie erfordern also: Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen. Die st\u00e4rksten Wirkfaktoren sind: Beziehung und Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel einer traumafokussierten Psychotherapie ist es, die Betroffenen dabei zu unterst\u00fctzen:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kontrolle \u00fcber ungewollt auftretende Erinnerungen (wieder-) zu erlangen,<\/p>\n\n\n\n<p>Begleitsymptome wie Angst, Depressivit\u00e4t, Schlafprobleme, Aggressionen, Suchtverhalten, Konzentrationsprobleme etc. abzubauen,<\/p>\n\n\n\n<p>die traumatisierenden Ereignisse in das chronologische Ged\u00e4chtnis und somit als einen Teil der eigenen Lebensgeschichte zu integrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Anfang steht eine ausf\u00fchrliche Erkl\u00e4rung \u00fcber das St\u00f6rungsbild, seine Entstehung und die Auswirkungen. Danach wird mit dem Patienten ein geeignetes Therapiekonzept erarbeitet und vorausgesetzt, der Patient ist gefestigt genug, wird er sich \u2013 gemeinsam mit der Therapeutin &#8211; Schritt f\u00fcr Schritt mit seinen traumatischen Erlebnissen und den damit verbundenen Erinnerungen auseinandersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann vier Schritte beschreiben:<\/p>\n\n\n\n<p>Anamnese, Diagnose, Psychoedukation, Beziehungsaufbau: hier geht es darum, dem Patienten zu vermitteln, dass die Therapeutin die Schilderungen der traumatische Erfahrung aushalten kann und dass sie ihn mit ihrer beruhigenden und kompetenten Gegenwart in und aus dieser Situation begleiten kann, also beruhigenden Halt geben kann. ( Zarbock 2019 )<\/p>\n\n\n\n<p>Stabilisierung: dazu geh\u00f6rt nicht nur die Gew\u00e4hrleistung einer sicheren Umgebung in der Praxis \/ Institution, sondern auch die Abkl\u00e4rung, ob noch aktuelle Gef\u00e4hrdungen bestehen, sowie die Bearbeitung eventuell bestehender Komorbidit\u00e4ten wie beispielsweise \u00c4ngste und Depressionen mit Hilfe entsprechender st\u00f6rungsspezifischer Strategien.<\/p>\n\n\n\n<p>Traumabearbeitung: hier gibt es verschiedene Aspekte. Die Arbeit an den Traumafolgest\u00f6rungen einerseits und die direkte Arbeit am Trauma im Sinne einer Exposition andererseits. Wenn der Patient merklich instabil ist oder sich in einer besonders schwierigen psychosozialen Situation befindet, ist eine direkte Bearbeitung des Traumas nicht angezeigt. Aber die Patienten haben aber oft eine sehr klare Vorstellung davon, ob sie sich mit den Erlebnissen konfrontieren wollen, oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ziel in der Arbeit besteht also letztlich in dem Br\u00fcckenschlag des Erlebens von Kontrollverlust hin zu einer neuen Kontrollerfahrung. Die Bew\u00e4ltigungskompetenz des Patienten muss daher immer st\u00e4rker sein, als die Intensit\u00e4t des in Konfrontation evozierten Trauma(wieder)erlebens.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es in einem ersten Schritt also gelingt, dass der Patient wieder ein stabiles Selbstwertgef\u00fchl und eine gute Impulskontrolle entwickeln kann, die Traumafolgest\u00f6rungen wieder in den Hintergrund treten, kann man dann die weiteren Schritte \u00fcberlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Traumakonfrontation sollte jedenfalls immer mit Bew\u00e4ltigungserfahrungen verkn\u00fcpft sein. Dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch das Erlernen von Strategien, um eventuellen R\u00fcckf\u00e4llen vorbeugen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Integration kann in unserem Kontext mehrere Bedeutungen haben: Integration ist im Idealfall die Eingliederung der Erlebnisse und deren Folgen in die eigene Lebensgeschichte, die auch Trauer und vielleicht Vers\u00f6hnung mit sich selbst und Anderen bringt.&nbsp; Jedenfalls ist Integration Neuorientierung in dem Sinne, dass verletzte Grundannahmen und daraus resultierende dysfunktionale Verhaltensweisen \u00fcberwunden werden k\u00f6nnen und der Patient wieder Vertrauen in das eigene Selbst, in seine Beziehungen und in sein Weltbild gewinnen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gilt, dass es nicht `die eine\u00b4, immer wirkungsvolle Therapiemethode gibt, die stets anzuwenden w\u00e4re, sondern die jeweilige Methode soll nach den immer sehr individuellen Bed\u00fcrfnissen und auch oft unterschiedlichen Zug\u00e4ngen der Betroffenen abgestimmt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Patientinnen haben sehr unterschiedliche Erkl\u00e4rungsmodelle, worin ihre Schwierigkeiten begr\u00fcndet sind, wodurch sie verursacht werden \/ wurden und wie sie zu lindern w\u00e4ren.&nbsp; Dem ist in der gemeinsamen Therapieplanung nat\u00fcrlich immer Rechnung zu tagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Methodik<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stabilisierung<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Bginn der Traumatherapie geht es, wie eingangs bemerkt, um Beziehungsaufbau, Anamnese und Diagnostik sowie Psychoedukation hinsichtlich der Symptom \u2013 Entstehung. In Folge geht es um das Erlernen und Ein\u00fcben von Stress \u2013 Coping Strategien, die Abkl\u00e4rung \/ Entwicklung von inneren und \u00e4u\u00dferen Ressourcen. Wichtig ist ebenso die medizinische und soziale Stabilisierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Stabilisierungstechniken kommen imaginative, kognitive und affektmodulierende Interventionen in Frage, diese sind in der Literatur ausf\u00fchrlich beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00fcnstig ist es, bereits in diese Phase bew\u00e4hrte Modelle wie beispielsweise einen ` Sicheren Ort \u00b4, einen `Heilenden Ort\u00b4 ( wenn die Patientin den Eindruck hat, sie k\u00f6nne nirgendwo sicher sein \u2013 Robin Shapiro, Ego-State Interventionen, Probst Verlag, 2017, Seiten 52ff.) einzuf\u00fchren, sowie k\u00f6rperorientierte Entspannungsmethoden, beispielsweise `PMR\u00b4 nach Jacobson oder Entspannungsmethoden nach P.Levine oder Jon Kabat-Zinn. Auch hier gibt es zahlreiche Literatur.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Linderung der Traumafolgest\u00f6rung `\u00dcbererregung\u00b4 sind diese Interventionen sehr hilfreich.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Arbeit an der Traumafolgest\u00f6rung `Vermeidung \u00b4 eignen sich (nat\u00fcrlich je nachdem, was vermieden wird) alle verhaltenstherapeutischen Expositionsmethoden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Traumabearbeitung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die im Folgenden beschriebenen Therapiemethoden sind nat\u00fcrlich sehr komplex, aber k\u00f6nnen in diesem Rahmen nur kompakt dargestellt werden. Jedenfalls empfiehlt sich daher eine weitere Vertiefung durch entsprechende Literatur und einschl\u00e4gige Fortbildungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die kognitive Be \u2013 und Verarbeitung von dysfunktionalen Interpretationen nach Traumaerfahrungen und deren Folgen ist ein Kernst\u00fcck verhaltenstherapeutischer Traumatherapie.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li><strong>Die kognitive Umstrukturierung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Modell von Ehlers und Clark, 1999<\/p>\n\n\n\n<p>Das generelle Vorgehen bei der `kognitiven Umstrukturierung\u00b4.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorerst wird besprochen, wie der Patient das Trauma und dessen Konsequenzen interpretiert. Zur Erinnerung: in Frage kommen Schuld, Scham, \u00c4rger, Trauer, Furcht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel ist es also zun\u00e4chst, eine Verbindung zwischen diesen Gedanken, Gef\u00fchlen und den Symptomen herzustellen, die der Patient erlebt. Als Folge ergibt sich die Notwendigkeit, \u00fcber diese Gedanken bzw. Interpretationen zu sprechen und zu \u00fcberpr\u00fcfen, inwieweit sie eine realistische Einsch\u00e4tzung der Welt oder der eigenen Person darstellen. M\u00f6gliche `Denkfehler\u00b4 sollen korrigiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Methoden in Frage kommen: Plausibilit\u00e4ts\u00fcberpr\u00fcfungen, ein `zu Ende denken\u00b4 von Situationen, sokratischer Dialog, etc.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist, immer wieder darauf hinzuweisen, dass solche negativen Gedanken und Einsch\u00e4tzungen v\u00f6llig normale Reaktionen auf eine abnormale Situation sind.<\/p>\n\n\n\n<p>PatientIn und TherapeutIn arbeiten gemeinsam daran, die Interpretationen und \u00dcberzeugungen der PatienIn auf ihre \u00dcbereinstimmung mit der Realit\u00e4t zu \u00fcberpr\u00fcfen. Dabei lernt der Patient, seine Gedanken und seine Interpretationen zu identifizieren und auf ihren Realit\u00e4tsgehalt zu hinterfragen, also nicht mehr automatisch als wahr zu betrachten, mit den Zielen:<\/p>\n\n\n\n<p>die problematischen Interpretationen des Traumas und \/ oder seiner Konsequenzen, die das Gef\u00fchl einer aktuellen Bedrohung oder eine Selbstabwertung hervorrufen, sollten ver\u00e4ndert werden,<\/p>\n\n\n\n<p>das Traumaerleben sollte gut elaboriert und in einem zeitlichen Ablauf eingeordnet werden, um das intrusive Wiedererleben zu verringern,<\/p>\n\n\n\n<p>die Betroffenen sollten letztlich die dysfunktionalen Strategien erkennen und aufgeben, mit denen sie die wahrgenommene aktuelle Bedrohung und die PTBS \u2013 Symptome zu kontrollieren versuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Therapie zielt also letztlich darauf ab, die Teilaspekte des Traumas und die Traumafolgen hinsichtlich ihrer Interpretationen und Bedeutungsgebung kognitiv neu zu strukturieren<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel: Manche Opfer einer Gewalthandlung haben das Gef\u00fchl, sie h\u00e4tten sich nicht ausreichend gewehrt. Hier k\u00f6nnte daran gearbeitet werden, ob eine st\u00e4rkere Abwehr nicht auch eine noch gef\u00e4hrlichere Bedrohung nach sich gezogen h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele dieser dysfunktionalen Denkmuster beruhen darauf, dass in heutiger Betrachtung das Ergebnis des Ereignisses abgeschlossen und bekannt ist. Zum Zeitpunkt selbst war der Ausgang aber nat\u00fcrlich nicht absehbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schritte:<\/p>\n\n\n\n<p>Identifizierung und Bearbeitung von Schuldkognitionen der (mitunter l\u00fcckenhaften) Erinnerungen mit folgenden therapeutischen Aspekten:<\/p>\n\n\n\n<p>Bearbeitung der Momente, die schuldhaft verarbeitet werden,<\/p>\n\n\n\n<p>die Modifikation der Schuld im Sinne einer Relativierung des eigenen Anteils an dem traumatischen Erlebnis und dessen Ergebnis,<\/p>\n\n\n\n<p>eine Neuformulierung des `eigenen\u00b4 Anteils.<\/p>\n\n\n\n<p>Schuldkognitionen k\u00f6nnen beispielsweise entstehen durch:<\/p>\n\n\n\n<p>vermutete eigenen Normverletzungen<\/p>\n\n\n\n<p>subjektiv wahrgenommene \/ \u00fcberbewertete eigene Verantwortung<\/p>\n\n\n\n<p>fehlende Rechtfertigung f\u00fcr das eigene Handeln<\/p>\n\n\n\n<p>Fehlinterpretation der Vorhersagbarkeit \/ Vermeidbarkeit = hind-sight bias<\/p>\n\n\n\n<p>`Hind &#8211; Sight Bias\u00b4 umschreibt die Tatsache, dass das Wissen \u00fcber den Ausgang eines Ereignisses die Erinnerung an dieses Ereignis beeinflusst, wobei die Wissenslage vor dem Ereignis verzerrt wahrgenommen wird und wir den Eindruck gewinnen, dass es nicht anders h\u00e4tte passieren k\u00f6nnen. Dadurch kommt es zu Schlussfolgerungen wie: `ich h\u00e4tte wissen m\u00fcssen\/k\u00f6nnen, dass es schrecklich ausgeht und ich h\u00e4tte es verhindern m\u00fcssen\/k\u00f6nnen.\u00b4<\/p>\n\n\n\n<p>Typische `Denkfehler\u00b4 bei Schuldgef\u00fchlen sind also:<\/p>\n\n\n\n<p>Interpretation im Nachhinein<\/p>\n\n\n\n<p>\u00fcbertriebene Wahrnehmung der eigenen Verantwortung<\/p>\n\n\n\n<p>\u00fcbertriebenes Verantwortungsgef\u00fchl f\u00fcr Handlungen anderer<\/p>\n\n\n\n<p>Doppelstandards<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberzeugung, das eigene Verhalten sei nicht gerechtfertigt gewesen<\/p>\n\n\n\n<p>emotionale Schlussfolgerung: ich f\u00fchle mich schuldig, also bin ich es auch<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6gliche therapeutische Fragen bei Schuldgef\u00fchlen<\/p>\n\n\n\n<p>Gibt es auch noch andere Erkl\u00e4rungen, war noch jemand beteiligt?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie viel Einfluss hatten Sie tats\u00e4chlich darauf, was damals passiert ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie erschienen Ihnen die Dinge \/ die Situation damals?<\/p>\n\n\n\n<p>Was war damals der Grund, sich so zu verhalten?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie genau h\u00e4tten Sie wissen k\u00f6nnen, was passieren w\u00fcrde?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie viel Zeit hatten Sie zu entscheiden, wie Sie sich am besten verhalten sollten?<\/p>\n\n\n\n<p>In welchem k\u00f6rperlichen und seelischen Zustand befanden Sie sich damals?<\/p>\n\n\n\n<p>Hilfreiche Fragen f\u00fcr Opfer, die bereits in der Kindheit traumatisiert worden sind<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kam Ihnen das Verhalten der Erwachsenen vor?<\/p>\n\n\n\n<p>Wussten Sie, dass es Unrecht ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ein Vorfall vorbei war, hatten Sie die M\u00f6glichkeit, sich vor weiteren \u00dcbergriffen zu sch\u00fctzen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wussten Sie in der Zeit, in der Sie in Sicherheit waren, \u00fcberhaupt noch von den \u00dcbergriffen (Dissoziation!)?<\/p>\n\n\n\n<p>Hatten Sie jemanden, dem Sie sich h\u00e4tten anvertrauen k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p>Was wollten Sie damals als Kind?<\/p>\n\n\n\n<p>Was war Ihnen damals wichtig?<\/p>\n\n\n\n<p>Wer tr\u00e4gt die Verantwortung daf\u00fcr, wie der Kontakt zwischen einem Kind und einem Erwachsenen zu gestalten ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Sind Kinder f\u00fcr die Handlungen ihrer Bezugspersonen verantwortlich?<\/p>\n\n\n\n<p>Wer hat wen verraten?<\/p>\n\n\n\n<p>Literatur: Anke Ehlers, Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung, Hogrefe, 1999<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Traumabearbeitung<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Prolongierte Exposition PE<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Modell von Edna Foa und M.J.Kozak<\/p>\n\n\n\n<p>Die prolongierte Exposition soll Betroffenen erm\u00f6glichen, ihre traumatischen Erlebnisse emotional zu verarbeiten. Der Name prolongierte Exposition leitet sich zum einen von der langen Tradition der Expositionstheorien zur Behandlung von Angstst\u00f6rungen ab. Sie sollen Klienten dabei helfen, sich mit f\u00fcr sie normalerweise angsterregenden Situationen in einem ungef\u00e4hrlichen Zusammenhang zu konfrontieren, um so ihre starke Angst davor zu verringern.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum anderen wurzelt die PE in der Theorie der notwendigen emotionalen Verarbeitung von Geschehnissen, da, wie besprochen, eine spezielle Verarbeitung und Einarbeitung der traumatischen Ereignisse im chronologischen Ged\u00e4chtnis erforderlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Emotional \u2013 Processing \u2013 Theorie liegt zugrunde, dass Furcht im Ged\u00e4chtnis als `Programm\u00b4 repr\u00e4sentiert ist, welches im Falle einer Gefahr ein Entkommen erm\u00f6glicht. Dieses Programm enth\u00e4lt Informationen dar\u00fcber, wovor wir Angst haben \u2013 Furchtreize (z.B. ein wildes Tier), Furchtreaktionen (z.B. erh\u00f6hter Herzschlag), sowie die mit diesen Reizen assoziierte Bedeutung (wilde Tiere sind gef\u00e4hrlich) und letztlich die entsprechenden Reaktionen (Kampf, Flucht, Totstellen).<\/p>\n\n\n\n<p>All diese Vorg\u00e4nge sind (\u00fcber -) lebensnotwendig und daher in h\u00f6chstem Ma\u00dfe sinnvoll und hilfreich!<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Furchtstruktur wird allerdings zum Problem, wenn:<\/p>\n\n\n\n<p>+&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die in der Struktur enthaltenen Informationen die reale Welt nicht ad\u00e4quat repr\u00e4sentieren,<\/p>\n\n\n\n<p>+&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; durch eigentlich harmlose Reize f\u00f6rperliche Reaktionen, Fluchttendenzen und Vermeidungshandlungen aktiviert werden,<\/p>\n\n\n\n<p>+&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Furchtreaktionen die Alltagstauglichkeit behindern,<\/p>\n\n\n\n<p>+&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; harmlose Reize und Reaktionen als gef\u00e4hrlich erlebt werden,<\/p>\n\n\n\n<p>+&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vermeidungshandlungen die Betroffenen einschr\u00e4nken<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Foa und Kozak m\u00fcssen allerdings zwei Voraussetzungen erf\u00fcllt sein, damit sich eine unrealistische und abnorme Furchtstruktur ver\u00e4ndern kann:<\/p>\n\n\n\n<p>Erstens: Die Furcht und die Angst der betroffenen Person muss aktiviert werden. Dies ist unabdingbar, weil andernfalls eine Ver\u00e4nderung der Furchtstruktur nicht m\u00f6glich ist<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens: Die urspr\u00fcnglich unrealistischen Informationen m\u00fcssen durch realistische Informationen ersetzt werden. Diese neuen Informationen werden w\u00e4hrend der Expositionssitzungen \u00fcbermittelt, die Furchtstruktur kann sich ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Expositionstherapien erf\u00fcllen beide dieser Voraussetzungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das PE \u2013 Behandlungsprogramm umfasst also folgende Aspekte:<\/p>\n\n\n\n<p>+&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Umfassende Psychoedukation \u00fcber h\u00e4ufig vorkommende Trauma\u2013Reaktionen<\/p>\n\n\n\n<p>+&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Atemtraining, bzw. \u00dcbungen, die beruhigen<\/p>\n\n\n\n<p>+&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wiederholte In-vivo-Expositionen (reale Expositionen) bezogen auf Situationen oder Aktivit\u00e4ten, die vermieden werden<\/p>\n\n\n\n<p>+&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wiederholte, l\u00e4nger anhaltende imaginative Konfrontation mit Traumaerinnerungen<\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzept ist, dass den Betroffenen durch die Auseinandersetzung mit Traumaerinnerungen oder mit verschiedenen Triggern klar wird, dass sie mit solchen Situationen fertig werden und ihnen dabei nichts \u00dcbles zust\u00f6\u00dft. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie die Erfahrung machen, dass sich ihre Angst in der Situation, in der sie sich mit dem konfrontieren, was sie f\u00fcrchten, sogar abnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcbungen, im Sinne der imaginativen Exposition und der in \u2013 vivo \u2013 Exposition helfen also, den Unterschied zwischen dem traumatisierenden Ereignis und anderen, zwar \u00e4hnlichen, aber ungef\u00e4hrlichen Situationen zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiters k\u00f6nnen wiederholte imaginative Expositionen die Klienten dabei unterst\u00fctzen, anders als bisher \u00fcber das Erlebte nachzudenken (kognitive Umstrukturierung). Hier noch einmal das Beispiel einer Klientin, die sich schuldig f\u00fchlt, weil sie glaubt, sich gegen einen Angreifer nicht genug gewehrt zu haben. Es sollte klar werden, dass ihr noch \u00dcbleres h\u00e4tte widerfahren k\u00f6nnen, wenn sie sich noch heftiger gewehrt h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Kernst\u00fcck dieser Therapie besteht also darin, dass sich die Betroffenen in der Therapiesitzung imaginativ in die traumatische Situation versetzen, das Trauma und die unangenehmen Gef\u00fchle nochmals durchleben. Die Therapiesitzungen werden aufgenommen, die Patienten erhalten die Aufgabe, sich diese Aufnahmen zu Hause t\u00e4glich anzuh\u00f6ren. Bei wiederholter Anwendung dieser Technik klingen die anf\u00e4nglich sehr heftigen emotionalen Reaktionen langsam ab, und die Symptome treten in den Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Literatur: Foa, Rothbaum, Hembree, Arbeitsbuch Prolongierte Exposition, G.P.Probst Verlag, 2014<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Traumabearbeitung<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>EMDR<\/strong> \u2013 Eye Movement Desensitization and Reprocessing<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Francine Shapiro<\/p>\n\n\n\n<p>Zu EMDR wird angenommen, dass durch die bilaterale Stimulation mittels bestimmter Augenbewegungen (oder auch akustische oder taktile Reize), eine Synchronisation der Gehirnh\u00e4lften bzw. eine innere Reorganisation der dysfunktional wirkenden Traumaerfahrung erm\u00f6glicht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten bereits besprochen, dass ein Trauma beispielsweise ein `sprachloses Entsetzen\u00b4 hervorrufen kann. Das hei\u00dft, dass in Teilen des Gehirns Erlebnisse in einer belastenden Art und Weise gespeichert werden und vom Klienten auch belastend erlebt werden, weil das Sprachzentrum blockiert oder unterdr\u00fcckt war.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Blockaden sollen durch die neuerliche Synchronisation aufgel\u00f6st werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine EMDR \u2013 Sitzung verl\u00e4uft typischerweise in 8 Phasen:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Phase:<\/p>\n\n\n\n<p>Eine genaue Anamnese der belastenden Ereignisse \/ des Ereignisses<\/p>\n\n\n\n<p>Gute Information zur Behandlungsmethode<\/p>\n\n\n\n<p>Erstellung eines Behandlungsplanes<\/p>\n\n\n\n<p>2. Phase:<\/p>\n\n\n\n<p>Stabilisierung und Vorbereitung des Patienten, d.h. typischerweise die Etablierung eines `Sicheren Ortes\u00b4, an den sich der Patient jederzeit zur\u00fcckziehen kann, wenn die Arbeit zu belastend wird<\/p>\n\n\n\n<p>3. Phase:<\/p>\n\n\n\n<p>Die belastende Erinnerung \/ Erinnerungen werden bewertet hinsichtlich der Intensit\u00e4t der Gef\u00fchle, der Gedanken, der K\u00f6rperempfindungen und der auftauchenden Bilder.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann erfolgt eine negative innere Bewertung, z.B.: `ich bin selber daran schuld\u00b4 und jeweils eine positive entgegenstehende Bewertung, z.B.: `ich h\u00e4tte \u00fcberhaupt nichts dagegen machen k\u00f6nnen\u00b4, jeweils auf einer Skala von 0-10.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Phase:<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist die eigentliche Kernphase der Behandlung: die Patientin wird ersucht, in Kontakt mit ihren Erinnerungen zu treten, und dann mit ihren Augen den zwei Fingern (oder dem Bleistift, oder..) der Therapeutin zu folgen, die vor den Augen der Patientin hin und her bewegt werden. Der Kopf soll dabei nicht bewegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Bewegungen werden immer wieder unterbrochen und die Patientin wird nach ihren Empfindungen zu den Erinnerungen befragt, bzw. dazu, was sich bereits an Intensit\u00e4t ver\u00e4ndert bzw. verringert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Phase:<\/p>\n\n\n\n<p>Die vor dieser Sequenz besprochenen positiven Gedanken \/ Bilder werden wiederum besprochen, eventuelle Ver\u00e4nderungen in der Skalierung (0-10) verankert.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Phase:<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Phase erfolgt ein `K\u00f6rperscan\u00b4 (beispielsweise nach Kabat-Zinn)<\/p>\n\n\n\n<p>7. Phase:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abschluss der Sitzung, mit einer intensiven Nachbesprechung der Empfindungen bzw. der Ver\u00e4nderungen<\/p>\n\n\n\n<p>8. Phase:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reflexion der jeweils letzten Stunde<\/p>\n\n\n\n<p>Literatur: Francine Schapiro, EMDR Grundlagen und Praxis, Junfermann, 2013<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Traumabearbeitung<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Praktisches Vorgehen bei dissoziativen St\u00f6rungen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Es gibt aus verschiedenen Schulen sehr hilfreiche Erkl\u00e4rungsmodelle und wirksame Therapieans\u00e4tze zu diesem Thema. Ich m\u00f6chte im Folgenden wieder einige verhaltenstherapeutischen Ans\u00e4tze beschreiben, eine weitere Auseinandersetzung mit \u2013 beispielsweise \u2013 psychodynamischen Zug\u00e4ngen darf ich aber ausdr\u00fccklich empfehlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herangehensweise zur Behandlung dissoziativer St\u00f6rungen ist grunds\u00e4tzlich abh\u00e4ngig von der Art und Schwere der Dissoziation und vom Vorhandensein m\u00f6glicher komorbider St\u00f6rungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Interventionen, die gezielt dissoziative Symptome ansprechen, sollten daher in einen Gesamtbehandlungsplan eingebettet sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dissoziativen St\u00f6rungen wie beispielsweise Amnesien, Fugue, Stupor, Depersonalisation oder Derealisation kann man beginnen, an den ausl\u00f6senden Situationen (Themen, Kontexte,etc.) zu arbeiten. Sollte sich bei der Patientin w\u00e4hrend der Anamnese bereits eine Dissoziationsneigung gezeigt haben, vereinbaren Sie ein Zeichen, ein Ritual oder \u00c4hnliches, um die Patientin gegebenenfalls `zur\u00fcckholen\u00b4 zu k\u00f6nnen. In diesen F\u00e4llen ist auch die Etablierung eines `Sicheren Ortes\u00b4 f\u00fcr Patientinnen wenig hilfreich, weil die Versuchung, sich einer Konfrontation zu entziehen, zu attraktiv ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ansatz zielt darauf ab, abgespaltene Erinnerungen oder gar Pers\u00f6nlichkeitsanteile wieder wahrzunehmen, die damit verbundenen Affekte und \u00c4ngste auszuhalten und die Integration zu einem einheitlichen Selbstempfinden zu erm\u00f6glichen. Aus psychodynamischer Perspektive bedeutet dies die Entwicklung eines integrierten psychischen Funktionierens durch \u00dcberwindung von Konflikten, aber auch von Entwicklungsdefiziten, die aus den wiederholten Traumatisierungen entstanden sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die L\u00f6sung dieser Konflikte und Nachreifung der Defizite reduziert die Notwendigkeit, die dissoziative Abwehr aufrechtzuerhalten oder auszuagieren. (Zit.: Dr. Ursula Gast, Vierwaldst\u00e4tter Therapietagung 2016)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Idee der Identifizierung und Bearbeitung von Ausl\u00f6sern von Dissoziationen liegt die Erfahrung zu Grunde, dass Patientinnen in Ermangelung anderer Bew\u00e4ltigungsmechanismen regelm\u00e4\u00dfig mit Dissoziation reagieren. Aus einem ehemaligen, sehr sinnvollen, Schutzmechanismus wird somit ein Vermeidungsmechanismus, der hinderlich ist, um eine aktuelle Situation angemessen zu bew\u00e4ltigen. Auch verhindert eine habituelle Dissoziation z. B. in Form von Depersonalisation und Derealisation h\u00e4ufig die Integration neuer emotionaler Erfahrungen w\u00e4hrend einer Therapie (Ebner-Priemer et al. 2009).<\/p>\n\n\n\n<p>Dissoziative Reaktionen dienen ja im Grunde &#8211; sinnvoller Weise &#8211; der Vermeidung schmerzhafter Affekte. Es gilt also, den Bew\u00e4ltigungsmechanismus der Dissoziation nach und nach aufzugeben und durch andere Strategien zu ersetzen. Dabei ist es hilfreich zu vermitteln, dass die dissoziative Bew\u00e4ltigung in der traumatischen Situation als Notfallma\u00dfnahme sinnvoll war, sich dann aber zunehmend verselbst\u00e4ndigt hat und f\u00fcr die aktuelle Lebenssituation dysfunktional geworden ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Abh\u00e4ngig davon, ob es sich um eine einmalige oder um eine strukturelle Traumatisierung handelt, unterscheidet sich die Vorgangsweise. Patienten, die keine verl\u00e4\u00dflichen prim\u00e4ren Bezugspersonen hatten, die ihnen bei der Regulierung und Modulation ihrer Affekte zur Verf\u00fcgung standen, konnten den Umgang mit Affekten schlicht nicht lernen. In traumatischen Situationen wurden Affekte als \u00fcberw\u00e4ltigend und qu\u00e4lend erlebt, so dass Gef\u00fchle jeglicher Art h\u00e4ufig aus dem normalen Leben ausgeklammert und abgekapselt wurden. Damit stehen ihnen M\u00f6glichkeiten zur Regulation ihrer Bed\u00fcrfnisse grunds\u00e4tzlich nicht zur Verf\u00fcgung. Der Aufbau einer sicheren, tragf\u00e4higen Beziehung im Sinne eines `reparenting\u00b4 (Jeffrey E. Young) ist in der Therapie also ein Kernthema.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeit an den Ausl\u00f6sern, das Benennen und Aushalten &nbsp;von Affekten, entsprechende Konfrontationen und Umstrukturierungen sind aber auch bei einmaligen, ersch\u00fctternden Erlebnissen essentielle Elemente zur Bearbeitung der Symptome und des Traumas an sich. Wobei auch hier, durch entsprechender Anamnese, gekl\u00e4rt werden mu\u00df, ob die grunds\u00e4tzlichen F\u00e4higkeiten zur Bew\u00e4ltigung von Krisen vor dem ersch\u00fctternden Ereignis bestanden haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Integration<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Integration des Erlebten mit all seinen Auswirkungen in ein koh\u00e4rentes Selbstbild ist also das zentrale Thema jeder Traumatherapie. Wobei es bei der Therapieplanung immer darauf ankommt, ob die Patientin sich darauf einlassen will, das Trauma an sich bearbeiten zu wollen, oder ob es \u2013 f\u00fcr den Moment \u2013 ausreichend ist, die Traumafolgen besser zu verstehen und besser kontrollieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Trauer und Zorn erf\u00fcllen hier eine wichtige Funktion, allerdings geht es auch darum, das verlorene Vertrauen in Beziehungen wiederherzustellen, oder \u2013 wie bei fr\u00fchen Verletzungen &#8211; ein nie&nbsp; erlebtes Beziehungserleben erstmals zu etablieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die traumatischen Erfahrungen sollten letztendlich Teil des autobiografischen Ged\u00e4chtnisses werden. Ein Trauma pr\u00e4gt einen Menschen entweder oder ver\u00e4ndert den Menschen. In seinem Weltbild und seinem Selbstbild. Jedenfalls stellt sich die Frage nach dem n\u00e4chsten, sinnvollen Schritt: `Wer bin ich jetzt, nach all diesen Erfahrungen, wie erlebe ich mich selbst, wie bew\u00e4ltige ich meine Gegenwart und wie sind meine W\u00fcnsche an meine Zukunft\u00b4. Wobei nat\u00fcrlich gilt: `Man kann nicht zwei mal in den gleichen Fluss steigen\u00b4 ( Heraklit, 6.Jahrhundert v. Chr. )<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Literatur:<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anke Ehlers, Hogrefe Verlag 1999: Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung<\/p>\n\n\n\n<p>Edna Foa, Elizabeth A. Hembree, Barbara Olasov Rothbaum, G.P.Probst Verlag 2014: Arbeitsbuch Prolongierte Exposition<\/p>\n\n\n\n<p>Liedl, Sch\u00e4fer, Knaevelsrud, Beck Verlag 2014: Psychoedukation bei posttraumatischen St\u00f6rungen<\/p>\n\n\n\n<p>Gerhard Zarbock, Pabst Verlag 2008: Praxisbuch Verhaltenstherapie<\/p>\n\n\n\n<p>Seidler, Freyberger, Maercker ( Hrsg.), Klett-Cotta 2011: Handbuch der Psychotraumatologie<\/p>\n\n\n\n<p>Busch, Hermann, ZBM 2019\/5: Worte finden f\u00fcr das Unsagbare<\/p>\n\n\n\n<p>Jan Gysi, Sollievo.net 2018: Ver\u00e4nderungen im ICD-11 im Bereich Trauma und Dissoziation<\/p>\n\n\n\n<p>Boon, Steele, Van der Hart, Junfermann 2013: Traumabedingte Dissoziation bew\u00e4ltigen<\/p>\n\n\n\n<p>Burkhard, Schattauer 2012, Achtsamkeit<\/p>\n\n\n\n<p>Ulrich Sasse, Schattauer 2011,Traumazentrierte Psychotherapie<\/p>\n\n\n\n<p>Storch, Cantieni, H\u00fcther, Tschacher, Huber Verlag 2011, Embodiment<\/p>\n\n\n\n<p>Rie\u00dfbeck\/M\u00fcller, Kohlhammer Verlag 2019, Traumakonfrontation-Traumaintegration<\/p>\n\n\n\n<p>Robin Shapiro, Probst Verlag 2019, Ego-State- Interventionen<\/p>\n\n\n\n<p>Anne Boos, Hogrefe 2005, Kognitive Verhaltenstherapie nach chronischer Traumatisierung<\/p>\n\n\n\n<p>Peter A. Levine, K\u00f6sel 2010, Sprache ohne Worte<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Ernst Feistauer Traumabehandlung, Ans\u00e4tze am Beispiel der PTBS Die Begleitung von Menschen, die eine traumatisierende Erfahrung gemacht haben und vielleicht auch aktuell nach objektiven und subjektiven Kriterien noch bedrohlichen Situationen ausgesetzt sind, ist eine besonders herausfordernde, aber auch sehr lohnende Aufgabe der Psychotherapie, hier kann sehr viel Leid aufgefangen und gemildert werden. 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